Dramatic skies – können wir auch!

Die Angelsachsen mögen es gern mal dramatisch oder wenigstens dramatischer als wir hier so, zumindest sprachlich gesehen. Mir fällt jedenfalls beim besten Willen keine richtig griffige Übersetzung für dieses „dramatic skies“ ein, dass die englische Beschreibung für eine bombastisch-umwerfend-sagenhafte Himmelsszenerie sein soll. Reicht „Boah, sieht das toll aus!“? Nee, nicht so ganz, aber Ihr versteht vermutlich, worauf ich hinaus will. Bei den wechselnden Wetterlagen der letzten Tage sieht der Himmel immer wieder anders aus und je nach Wolkenfärbung und -menge auch direkt dramatisch aus. Dass er das vorzugsweise dann tut, wenn ich gerade nur mit Handy und ohne Kamera unterwegs bin – nun ja, kann man nichts machen, aber wenn das Handy dann wenigstens noch genug Saft für ein paar Fotos hat, ist doch alles in Ordnung. Das ist bei mir und meinem nicht mehr brandaktuellen Handymodell nämlich nicht selbstverständlich.

Sommerhimmel_0617_KirchturmGrün, blau, weiß und ein Kirchturm in der Ferne, der von der Sonne noch gerade so angestrahlt wurde. Sieht man vielleicht nicht so gut … wenn ich mal groß bin, kriege ich doch mal eine gute Kamera. 😉 Eine halbe Stunde später konnte ich ein Storchenpaar auf der Suche nach dem perfekten Ausguck beobachten. Zum Glück ist ein Storch ein richtig großer Vogel, den schafft sogar meine Handy-Kamera. Also, man erkennt, es ist ein Vogel und nicht irgendein schwarzer Punkt am Horizont.

Sommerhimmel_0617_Storch

Es geht aber noch dramatischer mit Storch.Sommerhimmel_0617_Storch_darkDas lag zwar mehr an der falschen Belichtung, die mein Handy da fabriziert hat als an meinem fotografischen Können (oder einem plötzlich aufziehenden Gewitter!), aber mir gefällt der Effekt ganz gut.

Vorm Heimgehen erhaschte ich dann quer übers Haferfeld noch ein Blick auf den Wendelstein.Sommerhimmel_0617_WendelsteinSo fern und doch so nah, und hier hat der Himmel auf einmal ein mildes Lila in den Blautönen dabei. Direkt Glück gehabt, dass das Telefon ausnahmsweise mal voll geladen war, als ich zum Spaziergang aufgebrochen bin. Wie heißt es doch so schön: So muss Technik! 😉

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Essen hinter Rädern

Mein Arbeitsweg birgt manchmal Überraschendes. Gut, leider ist die Überraschung öfters mal ein Stau oder zwei oder drei (Kategorie „böse Überraschung“), aber das letzte Stück Landstraße bietet immer wieder tolle Anblicke, die den Stresspegel senken und die Laune heben. Manchmal überfällt mich dann nur eine dringende Unlust aufs Büro, weil ich den Tag lieber anders verbringen würde. 😉 Im Vorbeifahren erhaschte ich gestern einen Blick auf …. Störche! Oder doch Reiher?! Zum Glück hatte ich die Kamera dabei und kam per Ehrenrunde durch den nächsten Kreisverkehr wieder zurück, um mir die Szene genauer anzuschauen. Stoerche_TraktorNein, es waren tatsächlich Störche, die hier in aller Ruhe ihrem Tagwerk oder besser gesagt, ihrer Mahlzeit nachgingen. Essen hinter vier Rädern, so einfach kann das Leben sein. Wozu bis nach Afrika ziehen, der nächste Fly-In liegt doch direkt vor der Haustür. Vielleicht ging es aber auch um Reiseproviant in Form von Speck auf den Rippen. Hier musste sich jedenfalls garantiert keiner  die langen Beine in den Bauch stehen und aufs Frühstück warten. Stoerche_FeldInsgesamt waren es fünf Adebare, die sich aber partout nicht zum Gruppenfoto sammeln wollten. Einer hielt sich immer abseits und stakte allein durchs frisch gepflügte Feld. Solche Landszenen machen doch gute Laune. So kann der Arbeitstag kommen, und mein Freitag war dann echt okay…