Ostern auf den letzten Drücker

Hoppigaloppi ist es schon wieder soweit: Der Osterhase sitzt vor der Tür und will ins Nest. Aber in welches? Findet sich mal wieder kein passendes Körbchen, weil man die aus den letzten Jahren entweder alle weiter verschenkt oder zu Blumenkörbchen und Utensilos umfunktioniert hat. Am Ostersamstag noch einkaufen gehen und sich um Osternester prügeln? Wohl kaum, es gibt auch so noch genug zu tun. Da ist guter Rat teuer. Oder vielleicht doch  nicht? Manchmal hilft ein Blick in die „Zu-recyclen“-Ecke, denn da stapeln sich kleinere Pappbehältnisse und warten auf ihre Wiederverwendung oder Weiterverwertung. Bingo! Eierkartons, das ist es.  Die Idee ist nicht ganz neu, sie taucht saisonal bedingt immer wieder in anderen Abwandlungen im Internet auf. Aber das ist gerade das Schöne, denn so ein Eierkarton-Osternest kann jedes Jahr anders aussehen, je nachdem, was man neben dem Basismaterial (Eierkarton) gerade so greifbar hat. Da reichen ein paar Papierreste zum Überkleben von „Was steht auf dem Ei?“ und den sichtbaren Werbebannern des Eierproduzenten. Ein bisschen Ostergras aus einer Krabbeltüte (zu schade zum Wegwerfen …) und schon hat das Klammerschäfchen eine grüne Wiese zum Grasen und der Osterhase die passende Unterlage für die bunten Schokoeier. Etwas größere Sachen passen perfekt in den Deckel. Fertig. Geht schnell, macht Spaß, rettet aus der Not und hat das Potential für ein Lieblings-Bastelprojekt. Probiert’s aus.

Ich wünsche Euch schöne Ostertage!

Und bis zum 24. ’nen Sixpack

Wäre das schön, wenn Lebkuchen und Spekulatius den Sixpack statt das Hüftgold fördern würden. Ist aber leider nicht so. Ein paar Freundinnen sparen sich dieses Jahr ein paar  Adventskalorien dank meiner figurfreundlichen Variante. Langweilig? Ja, kulinarisch gesehen vielleicht, aber dafür gibt es was fürs Auge. Das kam so: Ich war ja im Frühsommer in London bei einer lieben Freundin, die wegen Umzugsplänen ihre Wohnung ausmisten wollte. Kein Problem, Rumkruschen und Rumkramen ist doch schön, da fallen einem immer wieder die tollsten Sachen in die Hände. Sie ist übrigens auch eine extrem erfinderische Bastlerin. Kein Papier ist vor ihr sicher. Und genau deshalb stapelten sich da alte Weihnachtskarten in Hülle und Fülle. Dazu muss man wissen, dass der Angelsachse an sich ein innigeres Verhältnis zum Verschicken von Grußkarten zu allen möglichen Anlässen hat als wir Deutschen. Da tut es keine schnöde Email, sondern da wird eine richtige Karte geschrieben. Mit der Hand, versteht sich. Es gibt wunderschöne Grußkarten in England (und Amerika auch). Also jedenfalls, was macht man nun mit diesen Papierschätzen? Entsorgen ging überhaupt nicht, wie wäre es also mit Recyclen? Einen Vormittag lang habe ich gestanzt, was der Tisch aushielt und die schönsten Motive aus den Karten rausgeholt.Advkal_15_StanzteileIm Geiste sah ich schon viele selbstgefertige Weihnachtskarten vor mir. Oder ich hatte wenigstens den Gedanken, sowas mit meinen neuen Schätzen anzufertigen. Im Herbst dachte ich über Adventskalender nach und, inspiriert durch eine Herzcollage bei Ghislana im letzten Jahr (ich finde es leider nicht mehr, Ghislana, aber hast Du da nicht Herzen wie eine Art Adventskalender aufgeklebt?) kam mir die Idee, einen Adventskalender mit den Stanzteilen zu machen. Aber auf welchem Untergrund? Es musste etwas Einfaches sein, nicht zu groß, aber auch nicht zu klein für 24 Bilder. Irgendwann blieb mein Blick hieran hängen: Advkal_15_Basis Noch was zum Recyclen, besser gehts ja kaum! Der Sixpack-Adventskalender war geboren. Der Rest ging relativ einfach und schnell: Anordnung der 24 Stanzteile austüfteln, die 24 Stellen markieren, 24 x stempeln, 24 x Nummer drauf auf Kalender und die Stanzteile, Aufhängung basteln, dekorieren, fertig.

Per doppelseitigem Fotoklebepunkt kommen die Bilder an die richtige Stelle und der Kalender füllt sich jeden Tag ein bisschen mehr. Wenn er voll ist … dann ist Weihnachten.Advkal_15_komplettUnd Weihnachtskalorien zählen bekanntlich nicht.

Hütchenspiele

Jeder Hut ein Treffer! Je größer der Hut, desto größer der Gewinn!

HuetchenspieleMein kleiner Garten sieht zur Zeit aus wie eine Hütchenspielbude auf dem Jahrmarkt… Schneckenkrägen sind so gut wie gar nicht mehr zu kriegen, auf dem Lande schon dreimal nicht, und in der benötigten Größe sowieso nicht. Es nutzt ja nichts, wenn die Schnecken bequem über die überhängenden Zucchiniblätter mitten ins Fressparadies spazieren können. Also was tun, nachdem es immer weiter regnet und die Schnecken wie auf Wasserrutschen direkt ins Beet schlittern können? Auch mein provisorisches Hochbeet bleibt nicht verschont, denn bei Regenwetter ist die Sippschaft unaufhaltsam in allen Richtungen unterwegs. Da muss man doch irgendwas machen können! Der Geistesblitz: Plastikbecher oder bei entsprechender Größe einen Eimer über die grünen Schutzbefohlenen und schon heißt es: „Wir müssen leider draußen bleiben!“ Das funktioniert ganz gut und schützt vor gefräßigem Besuch und kühlen Nachttemperaturen. Demnächst soll der Sommer ja zurückkehren. Also, angeblich, zumindest.