Like 4 seasons in 3 days

Als Nachtrag zum April habe ich nur noch einen Schüttelreim zu bieten, ansonsten fehlen mir eigentlich die Worte. Was für ein Durcheinander. Gab es früher auch schon verschneite Tulpen? Ich kann mich beim besten Willen nicht mehr erinnern. Am vergangenen Freitag hat es mehr oder weniger den ganzen Tag geschneit. Wäre es kälter gewesen, hätten wir die Schlitten wieder auspacken können, aber so war es am Samstag in Früh weiß und sonnig. Es war eine tolle Morgenstimmung, da drehe ich mit gern eine längere Runde mit unserem Hund. Auch, wenn ich anfangs gern noch im Bett geblieben wäre. 😉 Heute habe ich in der Zeitung von diversen heftigen Unfällen hier in der Umgebung gelesen – da wird man echt dankbar fürs Home Office.

Hier kommt noch mein Schüttelreim, der direkt als Bauernregel durchgehen könnte:

„Wenn man Schnee von Tulpen schüttelt

und ihn aus den Bäumen rüttelt,

damit sie nicht brechen von der Last,

hat der Mai noch keine Hast.“

Am Sonntagabend war der Schneespuk im Flachland längst vergessen, nachdem es tagsüber richtig warm geworden war. Die Sonne hat unheimlich viel Kraft, wenn sie denn mal da ist. Die Berge leuchteten weiß aus der Ferne.

Der Maimorgen war genauso einzigartig schön. Immerhin, das Wetter hat gehalten, bis die Maibäume standen. 😉

Abends hats dann wieder geschüttet und es war so kalt und baaah! wie im November. Einmal rund ums Jahreszeitenrad in drei Tagen. Trotzdem war es ein schönes langes Wochenende. Habt einen guten Start in den Mai!

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Vom Umziehen und Ausschlagen

Der Mai ist nicht ganz ungefährlich mit den ausschlagenden Bäumen und der betörenden Maibowle. Beim Ausschlagen machen auch die Allerkleinsten schon mit, selbst wenn sie nur in einem großen Blumentopf wohnen. Darf ich vorstellen – einer der Zwerge aus dem Kastanienkindergarten vom vergangenen Jahr in voller Pracht. Für einen Puppenbiergarten würde das Blattgrün schon locker reichen.Kleine_Kastanie_2016Das waren die beiden Grünlinge im letzten Herbst, nachdem sie aus dem Gartenbeet in den Übergangstopf gewandert sind. Dazu musste ich den Spaten ansetzen ….

KastanieReisefertig_02… beherzt, aber vorsichtig, um die Herzwurzeln möglichst unbeschadet aus dem Boden zu bekommen.

KastanienwurzelBeide Bäumchen haben den Winter auf der Terrasse verbracht, geschützt, aber nicht zu sehr gepäppelt. Ein bisschen Schnee und Eis durfte es schon sein, die zwei sind ja nicht aus Zucker. Die  Schwesterkastanie ist vor ein paar Wochen ins neue Heim umgezogen, noch unbegrünt, aber die Lebensgeister waren schon deutlich erkennbar. Die Beschenkten meinten schon, au prima, dann könnten sie in 30 Jahren oder so am Rollator die ersten Kastanien sammeln. Das ist doch nicht die schlechteste Perspektive fürs Alter, würde ich meinen: Der Lebensabend unterm Kastanienschirm. Hat was.