Januarfeuer und Jahresmotto

Angeblich ist es noch bis zum 15. Januar okay, jemandem ein gutes neues Jahr zu wünschen. Das habe ich wenigstens am Wochenende so in der Zeitung gelesen, und zwar im Jobteil bei den Karrieretipps. Haben die Leute Probleme! Aber dann liege ich noch gut in der Zeit nach meinem ersten Arbeitstag nach der staaden Winterpause: Ein gutes, gesundes und liebevolles neues Jahr wünsche ich Euch! Ja, liebevoll, genau. In der Zeit der Rauhnächte habe ich das Walnussherz gefunden und denke, das ist ein Zeichen für mein Jahresmotto, nämlich den liebevolleren und rücksichtsvolleren Umgang mit mir selbst (und natürlich auch anderen) zu pflegen. Achtsam sein, eigene Grenzen erkennen und anerkennen. Das könnte meine Jahresaufgabe sein, an die mich das Herz in der rauhen Schale erinnern will.

walnussherzWie sieht es bei Euch aus? Habt Ihr Euch auch in der Rauhnachtzeit ein bisschen nach innen orientiert und reingehört, was so los ist und was vielleicht ansteht? Ich war nicht so konsequent und dauermeditativ, wie sich das jetzt vielleicht anhört, aber ich habe die ruhigen Tage nach dem Weihnachtswahnsinn sehr genossen. Das Walnussherz liegt auf meinem Schreibtisch und erinnert mich immer wieder daran, nach innen zu horchen. Also, zumindest dann, wenn ich im Home Office bin. 😉 Manchmal bringt es mich auch einfach nur zum Lächeln, und das ist ja auch eine schöne kleine Pause im täglichen Betrieb, der bei mir seit heute wieder anläuft.

Am Samstagmorgen sah ich zufällig dieses Januarfeuer, das mich auch mit Hoffnung und Vorfreude auf das Jahr erfüllt hat. Für einen ganz kurzen Moment war der Himmel offen und blau, und der Wald spiegelte den Sonnenaufgang in tiefen Farbtönen, die für den Januar eigentlich untypisch sind.

januarfeuer_2017Es ist alles da, was wir brauchen. Ein beruhigender Gedanke.

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Kostenlose Spezialeffekte

Da wird jeder Beleuchter neidisch, denn die Natur kann’s halt einfach, ganz ohne Strom, einfach so, völlig absichtslos. In den letzten Tagen gab es so manchen Lichteffekt zu bestaunen. Sogar einen Regenbogen habe ich Anfang Januar schon gesehen. Obwohl ich weiß, dass meine Kamera für solche Bilder nichts taugt, muss ich auf den Auslöser drücken, um mir eine Ahnung von dem großartigen Eindruck zu bewahren.Januar_Lichteffekt

Wenn man genau hinschaut, sieht man die Zaubertropfen in den Ästen und vielleicht auch noch in der Luft. Das waren mal Schneeflocken, die morgens in der Sonnenwärme geschmolzen sind.Januar_Sonnenstrahlen

Ein Bündel Sonnenstrahlen im dunklen Tann. Irgendwie unwirklich.Januarmond

Der Mond ist aufgegangen, die goldnen Sternlein waren noch nicht da. Die kamen erst später, als der Vollmond schon höher stand und es richtig dunkel war.

Der Januar 2014 hat außergewöhnlich viele Stimmungsvarianten zu bieten. Ob es auch noch eine schneeweiße Winterstimmung vor blauem Himmel geben wird?

 

Frühlingsboten im Januar?!

Am späten Nachmittag hat es mich rausgetrieben in die regnerische, aber frische Luft. Da war es noch ein wenig dämmeriger, als es ohnehin schon den ganzen Tag gewesen war – heute  wurde es bei uns nicht richtig hell. Aber eben weil es so dunkel war, ist mir dieses fluffige weiße Zeug in einer Hecke überhaupt aufgefallen.Weidenkätzchen_nahWeidenkätzchen! Kann nicht sein, oder? Wir haben doch heute den 6. Januar, nicht etwa Anfang März und Ostern vor der Tür. Google sagt, dass auch in anderen Teilen Bayerns die Weiden- oder Palmkätzchen schon ausgetrieben haben.Verrückte Welt: In den Wohnzimmern vertrocknen die Christbäume und daußen beginnen die Sal-Weiden zu blühen.

Habt Ihr auch schon den einen oder anderen ver(w)irrten Frühlingsboten entdeckt?