Jetzt grad extra!

Was mich gerade beschäftigt, will WordPress wissen. Kann ich Dir sagen, WordPress: Ich hab mich geärgert heute, über mich selber und über andere. Aber am meisten über mich selber. Das beschäftigte mich gerade in dem Moment, als Du mir diese Frage gestellt hast. Und über die Welt ganz allgemein habe ich mich auch geärgert, weil ich mir bei dem Krampf, der aktuell in der Deutschland- und der Weltpolitik abgeht nur noch ans Hirn schlagen kann. Aber ob ich mich ärgere oder nicht, ändern tut das nichts. Es verdirbt mir und meinem Umfeld nur die Laune, also: Genug. Es ist Abend. Feier-Abend. Oder auch nur Abend.

In meinem Bildern sehe ich gerade eine schöne Morgenszene von neulich, die ich bei passender Gelegenheit mit Euch teilen wollte. Rinder_am_Morgen_0517Schön, oder? Jetzt mal tieeeef durchschnaufen. 😉 Morgens um sieben ist die Welt in aller Regel noch in Ordnung. Mit diesem Gedanken beschließe ich diesen leicht bekloppten Tag und freue mich auf den besseren Tag morgen.

Achtsam, jetzt aber flott

Nein, das ist keine Empfehlung, im Schweinsgalopp durch die Achtsamkeit zu rasen. Das wäre ja nun auch ein Widerspruch in sich. Nein, ich bemerke einfach nur, dass die Zeit rast, das Frühjahr voranschreitet und mein Achtsamkeitsbaum von Woche zu Woche grüner wird.

Neulich noch Schwarznuss im Schnee, aber da weiß ich gerade nicht, wo die Fotos sind. Jedenfalls, da war der Austrieb noch zaghaft und wurde durch die Kälte wohl einfach aufgehalten, aber im Gegensatz zu den Walnussbäumen im Ort hat der Frost der Schwarznuss nicht viel ausgemacht. Ein paar Tage später wurde die ganze Angelegenheit schon wesentlich grüner, wie man auf den Fotos erkennen kann, und die (männlichen?) Blüten kamen gleich mit dazu. Die Krone sah aber immer noch ziemlich kahl aus, da schimmerte noch viel blauer Himmel durch die Äste.

Letzte Woche dann wieder ein ganz anderes Bild: Die Schwarznuss ist im Frühling angekommen und hat es augenscheinlich eilig: Begrünung im Schweinsgalopp.

Black_Walnut_gesamt_0517

Zwischen den Fotos liegen ungefähr 9 Tage. Nach dem Kälteeinbruch schien der Baum erst mal in einer Art Schockstarre abzuwarten, ob es nicht doch noch einmal kalt wird. Da hat sich über Tage hinweg kaum etwas bewegt, zumindest nicht für das bloße Auge. Aber wie gesagt, erfroren war nichts – die Schwarnuss scheint hart im Nehmen zu sein.

Die Walnussbäume im Ort dagegen haben sichtlich gelitten und mussten weitestgehend noch einmal von vorne anfangen.

Black_Walnut_Walnuss_Vergleich_0517

Das Wimmelbild mit Nussbäumen zeigt ganz links außen „meine“ Schwarznuss und ganz rechts einen Walnussbaum. Gut, davon abgesehen, dass die Walnussblätter ohnehin dunkler sind, kann man aber einigermaßen gut erkennen, dass der Schwarznussaustrieb weiter gediehen ist. Vielleicht ist die Schwarznuss aufgrund der geographischen Herkunft nicht gar so kälteempfindlich.

Nüsse liegen auch noch rum. Vor einiger Zeit habe ich auch mal mitten im Dorf eine gefunden, wahrscheinlich von einer entnervten Krähe fallen- und liegengelassen. Diese hier ist zumindest einigermaßen geknackt.Schwarznuss_Schale_042017Wie heißt es doch so schön: Nur die Harten kommen in den Garten. Da ist was dran …

Kleiner blauer Spätzünder

Von wegen, „Wer zu spät kommt, …“ – das Leben belohnt einen öfter, als man denkt! Denn wozu die Eile und im Herbst noch schnell-schnell die Blumenzwiebeln versenken? Klar ist das besser und zielführender, aber so funktioniert das Gartenleben nun mal nicht immer. Meine erste Pflanzenlektion dieses Jahr lautet: Zu spät gesetzte Vorfrühlingszwiebeln kommen einfach ein bisschen später, aber sie treiben aus. Gut, nicht alle, und manche machen eben keine Blüten, aber das macht es ja direkt noch spannender. Vor einigen Wochen habe ich von meinem kleinen Frühlingsprojekt erzählt, bei dem ich ein Frühlingsgärtchen im Glas gepflanzt habe. Zwei Gläser waren es, und aus dem größeren sind tatsächlich nur Blätter gewachsen, aber keine Blüten. Testweise habe ich daraufhin das andere Glas mal auf den Balkon gestellt, weil ich dachte, die Temperaturen wären vielleicht zu gleichmäßig und die Lichtimpulse im Zimmer nicht ausreichend. Ob das nun der Trick war, keine Ahnung, aber vor wenigen Tagen lacht mich eine kleine blaue Überraschung an: Die Traubenhyazynthe blüht!

Ich finde das so goldig, an diesem kleinen Spätzünder habe ich richtig viel Freude. Einfach, weil es geklappt hat, obwohl ich schon gar nicht mehr damit gerechnet habe. Wie im richtigen Leben halt. Eine auch erst im Februar gesteckte Tulpenzwiebel blüht ebenfalls seit zwei Wochen auf dem Balkon – mitten im asiatischen Pflücksalat. Ich pflücke um sie herum. 😉 So habe ich noch ein bisschen frühen Frühling auf dem Balkon, nachdem die Tulpensaison im Garten sich jetzt doch dem Ende zuneigt. Die hatte ja lange angehalten mit dem Kälteeinbruch im April, aber jetzt gewinnen Flieder, Pfingstrosen und Bartiris die Oberhand. Das ist doch ganz gut zu wissen, dass man vergessene Blumenzwiebeln auch früh im Jahr noch setzen und auf ein gutes Ergebnis hoffen kann. Vielleicht bringt ein Kühlschrankaufenthalt den Durchbruch, wenn es schon zu warm ist? Sollte mein Zeitmanagement im kommenden Herbst wieder versagen, wird das mein nächstes Zwiebelexperiment.

Like 4 seasons in 3 days

Als Nachtrag zum April habe ich nur noch einen Schüttelreim zu bieten, ansonsten fehlen mir eigentlich die Worte. Was für ein Durcheinander. Gab es früher auch schon verschneite Tulpen? Ich kann mich beim besten Willen nicht mehr erinnern. Am vergangenen Freitag hat es mehr oder weniger den ganzen Tag geschneit. Wäre es kälter gewesen, hätten wir die Schlitten wieder auspacken können, aber so war es am Samstag in Früh weiß und sonnig. Es war eine tolle Morgenstimmung, da drehe ich mit gern eine längere Runde mit unserem Hund. Auch, wenn ich anfangs gern noch im Bett geblieben wäre. 😉 Heute habe ich in der Zeitung von diversen heftigen Unfällen hier in der Umgebung gelesen – da wird man echt dankbar fürs Home Office.

Hier kommt noch mein Schüttelreim, der direkt als Bauernregel durchgehen könnte:

„Wenn man Schnee von Tulpen schüttelt

und ihn aus den Bäumen rüttelt,

damit sie nicht brechen von der Last,

hat der Mai noch keine Hast.“

Am Sonntagabend war der Schneespuk im Flachland längst vergessen, nachdem es tagsüber richtig warm geworden war. Die Sonne hat unheimlich viel Kraft, wenn sie denn mal da ist. Die Berge leuchteten weiß aus der Ferne.

Der Maimorgen war genauso einzigartig schön. Immerhin, das Wetter hat gehalten, bis die Maibäume standen. 😉

Abends hats dann wieder geschüttet und es war so kalt und baaah! wie im November. Einmal rund ums Jahreszeitenrad in drei Tagen. Trotzdem war es ein schönes langes Wochenende. Habt einen guten Start in den Mai!

Osterhasenevolution

Lindthase_2017

Endlich wissen wir, wer den Dinosauriern die Ostereier gebracht hat. Denen wurde dann schlecht, auch von der vielen Schokolade. Vielleicht sind sie deshalb ausgestorben, man weiß es nicht.

Gesehen im Kaufhof-Schaufenster in München. Der hintere Osterhase dürfte gut einen halben Meter hoch gewesen sein oder sogar noch etwas mehr. Ob der aus Schokolade war?!

Ostern auf den letzten Drücker

Hoppigaloppi ist es schon wieder soweit: Der Osterhase sitzt vor der Tür und will ins Nest. Aber in welches? Findet sich mal wieder kein passendes Körbchen, weil man die aus den letzten Jahren entweder alle weiter verschenkt oder zu Blumenkörbchen und Utensilos umfunktioniert hat. Am Ostersamstag noch einkaufen gehen und sich um Osternester prügeln? Wohl kaum, es gibt auch so noch genug zu tun. Da ist guter Rat teuer. Oder vielleicht doch  nicht? Manchmal hilft ein Blick in die „Zu-recyclen“-Ecke, denn da stapeln sich kleinere Pappbehältnisse und warten auf ihre Wiederverwendung oder Weiterverwertung. Bingo! Eierkartons, das ist es.  Die Idee ist nicht ganz neu, sie taucht saisonal bedingt immer wieder in anderen Abwandlungen im Internet auf. Aber das ist gerade das Schöne, denn so ein Eierkarton-Osternest kann jedes Jahr anders aussehen, je nachdem, was man neben dem Basismaterial (Eierkarton) gerade so greifbar hat. Da reichen ein paar Papierreste zum Überkleben von „Was steht auf dem Ei?“ und den sichtbaren Werbebannern des Eierproduzenten. Ein bisschen Ostergras aus einer Krabbeltüte (zu schade zum Wegwerfen …) und schon hat das Klammerschäfchen eine grüne Wiese zum Grasen und der Osterhase die passende Unterlage für die bunten Schokoeier. Etwas größere Sachen passen perfekt in den Deckel. Fertig. Geht schnell, macht Spaß, rettet aus der Not und hat das Potential für ein Lieblings-Bastelprojekt. Probiert’s aus.

Ich wünsche Euch schöne Ostertage!

Magnolienfrühling

Wir sind hier ja beinahe in Norditalien ;-), da verwundert der Anblick einer überreichen Magnolienblüte vielleicht nicht unbedingt, aber beeindruckend ist sie trotzdem.Rie-sen-blüten, unglaublich. Meine Schwiegereltern haben eine Magnolie vorm Haus. Die macht echt was her, macht aber auch viel Arbeit, wenn im Frühjahr die Blütenblätter fallen und im Herbst dann das Laub. Da braucht es einen guten Besen und ordentlich Schmalz in den Armen, auch mehrfach am Tag. Hier lag auch schon eine Menge Zeug am Boden, denn diese Magnolienblüte geht schon dem Ende zu. Das kommt mir so früh vor, oder täusche ich mich? Vielleicht liegt es nur an dem geschützten Platz, an dem der Baum steht, aber vielleicht war es auch zu schnell zu warm. Oder ich hinke dem Frühjahr gefühlsmäßig hinterher. 😉 Jedenfalls war das ein superschönes Frühjahrswochenende mit vorsommerlichen Temperaturen. Da bin ich gespannt, ob wir die Ostereier nächste Woche im Tiefschnee suchen werden.