Post für Madame!

Also, ich habe Französisch damals als Wahlfach ja ziemlich schnell wieder geschmissen. Die Sprache ist wunderbar und sooo melodisch, aber die Grammatik war so gar nicht meins. Heute bedauere ich das manchmal, denn das Latein bis zum Abi hat mir nicht viel gebracht (und die Grammatik war auch ein Graus). Französisch wäre lebensnaher gewesen, aber in den 80ern war Latein noch Zugangsvoraussetzung zu den medizinischen Studiengängen. Ich habe dann doch was anderes gemacht. Und wenn ich mich heute so im Internet und der Bloggerwelt umschaue, denke ich mir, Mensch, da hättest du noch was ganz anderes machen können! Wenn ich zum Beispiel so lese, was die Pflanzenfrau Annette Lepple so alles schon gemacht hat und macht … wow.  Sie trägt viele Hüte in ihrer Vielseitigkeit, von der Garten-Designerin und Garten-Fachfrau über die Fotografin bis hin zur Autorin für verschiedene Magazine und Zeitschriften, und daneben schreibt sie noch ihren schönen, herrlich bebilderten Blog personal eden

Neulich hat sie zwei Exemplare ihres zweiten Buchs Genießen statt Gießen verlost und – tadaaa! – ich hatte Glück und habe eins gewonnen! So erreichte mich denn ein zauberhafter Umschlag aus Frankreich mit der magischen Anrede „Madame“ auf dem Adressaufkleber. 🙂

Einfach schön. Nochmals vielen herzlichen Dank, Annette! Ich blättere begeistert in Deinem Werk und freue mich aufs Festlesen. Nachdem auch hier der Frühling so langsam Einzug hält, wird die trockenheitstolerante Bepflanzung wieder vermehrt Thema. Mit Deinen Profi-Tipps komme ich bestimmt besser über die Runden; allein schon beim Blättern sind mir bereits ganz neue Erkenntnisse ins Auge gesprungen. Auf so schöne Weise Neues lernen ist in jedem Fall besser als Grammatik pauken! Madame wird berichten. 😉

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Kerniger Extremsportler

Sie sind schon wieder vorbei, die Olympischen Winterspiele. Früher war bei mir mehr Winterolympiade, soviel steht fest. Dieses Mal zog es mich nicht mehr so arg vors TV, um vom warmen Wohnzimmer aus mitzufiebern. Das war auch mal anders, und zwar bei den Spielen in Lake Placid. Ich habe nachgeschaut, das war 1980. Neunzehnhundertachtzig? So lange ist das schon her?! Du lieber Himmel, aber immerhin konnte ich einen kleinen Spaziergang auf der „Memory Lane“ unternehmen: Die Schweizer Eiskunstläuferin Denise Biellmann und ihre berühmte Pirouette – unglaublich, dass sie keine Medaille bekam! Eiskunstlauf haben meine Freundinnen und ich recht gern geguckt, das war damals so eine Art Paradedisziplin. Heute könnte ich keine einzige Eiskunstläuferin beim Namen nennen – man hört so wenig davon. Denise sieht übrigens immer noch blendend aus und beherrscht die Pirouette immer noch aus dem Effeff. Dabei ist 1980 auch für sie schon eine ganze Weile her. Ich habe ein paar ziemlich aktuelle Videos auf YouTube geschaut  – holla, die Waldfee. Da kriege ich vom Zugucken schon Rücken. Aber neben den ganzen weiblichen Lichtgestalten gabs auch einen männlichen Helden, das war ein kerniger Kerl und der Traum aller Schwiegermütter: Eric Heiden Nie gehört? Schrieb man „Eisschnelllauf“ damals auch schon mit drei „l“? Weiß ich nicht mehr, ist auch egal. Ehrlich gesagt war uns Eisschnelllauf an sich ja eigentlich wurscht, nur der Typ war halt echt süß. 😉 Hat nach Lake Placid aufgehört und Medizin studiert – ein echter Schwiegermuttertraum, sag ich doch! 😉 Wie gesagt, im Wohnzimmer war bei uns wenig Winterolympiade angesagt, dafür aber im aktuell sehr frostigen Garten, denn wir haben den Disziplinen-Pool um „Arctic Bungee Jumping for German Piepmätze“ erweitert.

Bungeejumper_voll Da hängt er, unser kernig-dicker Strahlemann mit der permanent guten Laune. Der Körper besteht aus selbstangerührtem Fettfutter mit Haferflocken, Erdnuss- und Sonnenblumenkernen. Ich habe diese Vogelfütterung letztes Jahr in einem Katalog entdeckt. Man kriegt einen kleinen Bausatz, in dem außer Vogelfutter und Fett alles drin ist, um den tollkühnen Springer herstellen zu können. Bungeejumper_fertig

Schon der erste Prototyp war ein Medaillenfavorit. Vor allem die kleine Holzplattform hat mich begeistert, in die man den Holzstecker im Becher ganz stabil zum Befüllen abstellt. Das Konzept ist wirklich durchdacht und funktionell, denn auch das Rausziehen aus dem Becher klappt einwandfrei, wenn das Fettfutter fest geworden ist. Dabei hatte ich das für die größte Hürde gehalten, aber nein, klappt problemlos mit ein bisschen Gefühl. Die Füllung muss einfach nur gut fest und kalt genug sein, aber das ist ja momentan absolut kein Problem.Bungeejumper_leerInzwischen hat das an sich magere Holzkerlchen seinen kernigen Astralkörper zum dritten Mal wieder aufgefüllt bekommen und hüpft fröhlich auf und ab, wenn sich ein hungriger Vogel auf seinen ausgebreiteten Armen niederlässt. Es hat einige Tage gedauert, bis die Piepmätze sich an den wackeligen Grinsemann in der Felsenbirne gewöhnt hatten, aber inzwischen haben sie das Prinzip kapiert und nagen ihn wie Piranhas runter bis aufs Skelett. Seitdem sind wieder mehr Spatzen im Garten, was mich sehr freut, denn diesen Winter sehen wir zum ersten Mal deutlich weniger Vögel als früher. Ich kann das nicht ganz nachvollziehen, weil wir im Frühjahr und Sommer noch vor allem wesentlich  mehr Spatzen hatten. Hoffentlich normalisiert sich der Eindruck wieder, wenn es wärmer wird. Bis dahin soll unser kerniger Extremsportler aus Piepmatzsicht ein echter Schwiegermuttertraum bleiben. Aus meiner Sicht ist er jetzt schon ein verdienter Goldmedallist im Winter 2017/18.

Den Bungee Jumper gibt es unter anderem hier
Mir gefällt besonders, dass er in einer Behindertenwerkstätte hergestellt wird. Solche Produkte unterstütze und kaufe ich gern. Das ist keine Werbung und Geld kriege ich auch keins, aber wenn man was Sinnvolles sieht, hinter dem eine kreative Idee mit Nachhaltigkeit steckt, kann man das doch mal weitersagen.

Sommer im Hexengarten mit Rätselbild

SonnenhutZeit für ein kleines Sommerrätsel: Wie heißt die hübsche weiße Blume mit den großen Blütenköpfen? Nein, nicht die mit den kleinen weißen Blütenköpfen links daneben, sondern das Riesending in der Mitte. Naaa? Naaaaaa? Achtet auf die Hilfestellung im Bild. Jetzt aber! Sagt ja  nicht „…. Walter?“. Wer nicht weiß, was ich meine, möge sich das Video ansehen. 😀

Ich hatte das schon ewig nicht mehr gesehen – es ist immer noch komisch. 😀 Was war das noch mal für eine Show, in der die Kandidaten in diesen komischen Kugeln gesessen haben, war das „Der große Preis“? *grübel* Aber ich komme total vom Thema ab … Also, die besagte weiße Blume, von der ich keine Ahnung mehr hatte, wohin ich sie letztes Jahr verpflanzt hatte. Und ob ich sie überhaupt verpflanzt hatte oder ob nicht doch die Schnecken sie direkt im Frühjahr dem Erdboden gleich gemacht hatten. Irgendwie war es dann schon der große Preis, als ich die Staude neulich inmitten der Wolken von Berufkraut entdeckt habe. Auf einmal war sie wieder da, genauso wie die gelbe Blume, die ebenfalls zur Familie der Korbblütler gehört und die auch versetzt und vergessen hatte. Die gelbe heißt Rudbeckia (nicht im Bild), die weiße heißt Echinacea. Groschen gefallen?

SonnenhutNa klar ist der gefallen, denn die Echinacea kennt hierzulande doch inzwischen fast jeder als immunstärkende Erkältungsmedizin. Genau, der „Sonnenhut“ ist es, der da unter meinem alten Stroh-, äh, Sonnenhut blüht. Der Sonnenhut ist keine heimische Pflanze, sondern stammt ursprünglich aus den USA. Muss ein toller Anblick sein, wenn er dort die Prärie zum Blühen bringt. Die Indianer nutzten die Wurzel bei Hals- oder Zahnschmerzen und nach und nach wurde dieses Wissen und die Pflanze wohl in die alte Welt transportiert. Ganz unumstritten ist die medizinische Wirkung allerdings nicht, so viel ich weiß, aber das tut der Beliebheit der einschlägigen Präparate keinen Abbruch, wenn ich mir die Apothekenwerbung und -schaufenster so anschaue. Ein Millionengeschäft! Mir selbst hat Echinacea bei akuten Erkältungen noch nicht so viel gebracht, aber das ist einerseits vielleicht eine Sache der persönlichen Einstellung und andererseits auch eine Frage der Erkältungsviren, die es gerade zu bekämpfen gilt. Ich mag meine Echinacea lieber im Garten als im Medizinschränkchen. Der neue und trockenere Standort scheint ihr zu gefallen, ebenso wie die Tatsache, dass die Schnecken hier am Gartenzaun nicht gar so gehäuft auftreten wie am alten Platz. Oder hatten die Schnecken alle Schnupfen?! Nein, wahrscheinlich schmeckt der Sonnenhut einfach nur gut. Meiner ist weiß, aber es gibt den Sonnenhut in vielen, vielen Farben. Ich wollte damals gern so einen weißen „Strahler“ im Garten haben. Für die Vase schneide ich ihn nur selten, dafür ist er mir fast zu schade. Bei mir steht der Sonnenhut den ganzen Winter über, wenn er schon längst verblüht und vertrocknet ist. Die Vögel haben Freude dran und holen sich die Samen, und auch trocken und mit Reif überzogen sieht er schön aus. Ein Sonnenhut-Rezept habe ich leider nicht zu bieten, aber ich denke mir, er hat schon allein durch seine reiche Blüte und den schönen Anblick eine positive Wirkung auf Gesundheit und Seele. Kommt mir wenigstens so vor. 😉

Auch dieser Beitrag wandert zu Miris Hexengartenaktion Und weil es sich gerade noch anbietet, verlinke ich ihn auch bei Ghislanas Natur-Donnerstag:

Sommer im Hexengarten: Maggi aus dem Beet

Seit ein paar Jahren habe ich Maggikraut im Garten, offiziell „Liebstöckl“ genannt. Es ist eins der ersten Kräuter, die im Frühjahr austreiben. Der Wintereinbruch machte mir in dieser Saison Sorgen, aber den Schneeschutz hätte ich mir wohl sparen können: Liebstöckl ist mehr oder weniger unverwüstlich. Wenn es sehr trocken ist, mag es schon mal eine Dusche und wenn es sehr nass ist, dann doch eher einen Regenschirm, bevor alles verfault, aber sonst ist das Zeug so ziemlich unkaputtbar. Sehr sympathisch, denn so grün ist mein Daumen nun auch wieder nicht, dass ich sämtliche Mimöschen unter den Pflanzen durchbringen würde. In meinem Garten muss man ein bisschen robust sein!Als Kind war Maggi für mich grundsätzlich braun und kam in einer Flasche mit einem gelb-roten Aufkleber daher. Die Flasche stand immer auf dem Tisch, wenn es Suppe gab. Immer, keine Ausnahme. Wenn doch, weil vergessen, sagte mein Vater: „Do mir mol den Maggi.“. Immer, ohne Ausnahme. Nach Betätigung der Flasche mit dem roten Spritzverschluss schauten mein Bruder und ich gespannt auf die Flaschenspitze, den Esslöffel im Anschlag, und warteten darauf, ob eine kleine Maggiblase aufstieg oder nicht. Wer die Blase zuerst mit dem Löffel erwischte und platzen ließ, hatte für dieses Mittagessen gewonnen. Wir sitzen nur noch selten zusammen am elterlichen Esstisch, mein Bruder und ich, aber wenn wir nicht gerade total abgelenkt sind, werden über den Tisch Blicke ausgetauscht und die Löffel gehen in Anschlag. Kindsköpfe halt.

Ich habe eine Flasche Maggi im Schrank als Notreserve für geschmacklose Zeiten, wenn eine Suppe oder auch mal eine Salatsoße total „lädschert“ sind und so einfach nicht auf den Tisch gebracht werden können. Sie wird relativ selten gebraucht, macht dann aber auch als Design-Objekt was her. Der Liebstöckl im Garten neigt derweil zum Wuchern und jedes Jahr stellt sich die Frage, was man mit dem vielen aromatischen Grünzeug machen soll. So viel Suppengrün braucht dann doch kein Mensch, und leider wird das Kraut beim Einfrieren nicht unbedingt besser, sondern eher matschig. Nach etwas Googelei kam ich irgendwann auf den Trichter, ein Kräutersalz oder auch mal ein Pesto draus zu machen. Für beide Varianten braucht man kleingehäckselten Liebstöckl. Beim Kräutersalz gebe ich auf ungefähr Salz dazu (ich meine, mein Ursprungsrezept sprach von Gewichtsverhältnis von 1 Teil Salz auf 5 Teile Kraut). Fürs Pesto gebe ich einfach Sonnenblumenöl drauf. Beides schmeckt total intensiv und unglaublich aromatisch. Beides macht sich richtig gut in Suppen, in Gemüse, zu Nudeln oder Gnocchi, oder auch mal nur auf dem Brot oder übers Käsebrot. Vor allem das Kräutersalz kann sehr sparsam dosiert werden, sonst wird es leicht mal zuviel. Aber das ist eine prima Möglichkeit, den Liebstöckl zu verwerten und zu konservieren, denn man hat wirklich lange was davon. In einer selbstgemachten Gemüsebrühenbasis kommt ein bisschen Maggikraut natürlich auch sehr gut.

Das „gewissen Tröpfchen Etwas“ mutiert zum „gewissen Löffelchen Etwas“ und steht dem berühmten Original in nichts nach. Doch, in einer Sache schon, denn für geschwisterliche Wettstreite am Mittagstisch taugt es leider nicht. Wie so oft im Leben kann man einfach nicht alles haben!

Dieser Beitrag wandert rüber zu Miris Blog-Event.

Recycling auf Lateinisch

Ich benutze diesen Kaffeebecher aus einer Bäckereikette schon seit einem Jahr als Mixbecher fürs Vogelfutter, aber erst neulich habe ich den Aufdruck so richtig registriert.

pane_bavariaBayerisches Brot für bayerische Piepmätze, das ist doch nett. Wobei, stimmt das grammatikalisch überhaupt? Meine Güte, wie habe ich nur das Abi mit Latein bestanden … Brot gibts bei uns aber keins im Futterhäuschen, sondern nur Sonnenblumen- und Erdnusskerne gemischt mit Haferflocken. Ab und zu gibt es auch den obligatorischen Meisenknödel. Normalerweise mache ich das Fettfutter selber, aber diesen Winter fehlte mir die Zeit dazu. Dann muss es mal was Gekauftes tun. Die Haferflocken schmeißen die Spatzen meistens erst mal raus. Die Feinschmecker picken sich anscheinend lieber  auch die gehaltvollen Kerne raus, so wie die Kohl- und Blaumeisen. Später sind die Haferflocken aber trotzdem weg. Ab und zu höre ich ein zartes Piepsen, das es in unserem Garten nur im Winter zu hören gibt – das Rotkehlchen ist wieder da. Ich finde es jedes Jahr aufs Neue total erstaunlich, wie sich die Kunde vom Lieblingsfutter in der Gegend verbreitet. Haben Vögel Buschtrommeln?! Das Rotkehlchen jedenfalls mag die verschmähten Haferflocken recht gern. Naja, die Spatzen nehmen sie schon auch. Aber nur, so lange es nichts Besseres gibt. Es gibt halt nix Besseres als wia was Guads. 😉

Halloween Summer

Der Sommer ist dieses Jahr ja schon ein ganz klein bisschen gruselig mit dem ständigen Hin und Her zwischen Heiß und Kalt, Nass und Trocken, Sonne und Wolken. Mir kommt es so vor, als ob alle Jahreszeiten sich in diesen Sommer 2016 hineingewürfelt hätten. Nur Schnee hatten wir noch keinen! Obwohl, stimmt auch nicht ganz – auf der Zugspitze hats diesen Sommer auch schon geschneit, wenn ich mich recht erinnere. Aktuell haben wir die wohl heißeste Woche und ganz pünktlich dazu werden die Kürbisse reif. Was sagt man dazu? Kuerbis_reif_2016Ich weiß nicht, wie es Euch geht, aber ich finde das ein bisschen verrückt. Heute konnte ich bei strahlendem Sonnenschein und ostwindgekühlter Augusthitze die ersten … Kürbisse ernten. Lag es am Frühbeet mit Frühjahrs-Kuschelfaktor, dass die Ernte gefühlt ziemlich früh ansteht?

Kuerbisernte_2016.jpgDie Gemüsehändlerin sagte am Wochenende auch, dass die Kürbisse dieses Jahr früh dran seien. Den nahenden Herbst spürt man schon deutlich (und die ersten Blätter fallen bereits!), aber trotzdem ist mir noch nicht so ganz nach Halloween. Was solls – nachdem die Zucchini einen Totalausfall hingelegt haben, kommen die kleinen Brummer in Orange gerade recht. Man sollte doch einfach das Beste aus diesen verrückten Zeiten machen, im Garten und überhaupt.

Glänzt durch Abwesenheit

Müsste ich dieses Jahr in meinem Garten Zeugnisse austeilen, dann würde genau das in der Bewertung von Angelika Engelwurz stehen: Glänzt durch Abwesenheit, ist nicht da. Ja, wo isse denn? Wenn ich das wüsste! Irgendwann im Frühsommer fiel mir die Lücke am Gartenzaun unangenehm auf. Da war doch sonst was, ein Mordsdrumding an Pflanze mit einer riesigen Blütenkugel und einem  Blütenstängel mit bambusartigen Ausmaßen – ein halber Baum. Weg. Irgendwas war passiert, aber was?Angelika_2014_2Der heiße Sommer 2015 hatte ihr zugesetzt, das habe ich meinem Post Wilde Gartenecken nachlesen können. Ich erinnere mich auch wieder, dass die wirklich extrem große Pflanze nach der spektakulären Blütezeit sehr schnell in sich zusammengesackt war, aber ich dachte damals, die erholt sich wieder und treibt im Frühjahr wieder durch. Allerdings war sie in den Jahren davor mehr oder weniger immergrün gewesen – nicht so letztes Jahr. Ihre Blätter waren im Herbst komplett abgestorben. Jetzt dämmert mir langsam, dass die Engelwurz gar keine dauerhafte Pflanze ist. Das Internet gibt ihr 2 – 4 Jahre; meine wurde 3 Jahre alt, glaube ich. Da war ich ja noch gut dabei. Jungpflanzen habe ich noch keine entdeckt, aber vielleicht hat sich der Nachwuchs unter dem derzeit dichten Bewuchs mit Beifuß, Himbeere, Gilbweiderich, Berufkraut und Giersch versteckt. Das schaue ich mir im Herbst genauer an. Es wäre doch schön, wenn ich im kommenden Jahr wieder ein Fräulein Engelwurz in meiner Gartenklasse begrüßen dürfte. Ihr imposantes Strahlen fehlt mir ein bisschen.