Ostern auf den letzten Drücker

Hoppigaloppi ist es schon wieder soweit: Der Osterhase sitzt vor der Tür und will ins Nest. Aber in welches? Findet sich mal wieder kein passendes Körbchen, weil man die aus den letzten Jahren entweder alle weiter verschenkt oder zu Blumenkörbchen und Utensilos umfunktioniert hat. Am Ostersamstag noch einkaufen gehen und sich um Osternester prügeln? Wohl kaum, es gibt auch so noch genug zu tun. Da ist guter Rat teuer. Oder vielleicht doch  nicht? Manchmal hilft ein Blick in die „Zu-recyclen“-Ecke, denn da stapeln sich kleinere Pappbehältnisse und warten auf ihre Wiederverwendung oder Weiterverwertung. Bingo! Eierkartons, das ist es.  Die Idee ist nicht ganz neu, sie taucht saisonal bedingt immer wieder in anderen Abwandlungen im Internet auf. Aber das ist gerade das Schöne, denn so ein Eierkarton-Osternest kann jedes Jahr anders aussehen, je nachdem, was man neben dem Basismaterial (Eierkarton) gerade so greifbar hat. Da reichen ein paar Papierreste zum Überkleben von „Was steht auf dem Ei?“ und den sichtbaren Werbebannern des Eierproduzenten. Ein bisschen Ostergras aus einer Krabbeltüte (zu schade zum Wegwerfen …) und schon hat das Klammerschäfchen eine grüne Wiese zum Grasen und der Osterhase die passende Unterlage für die bunten Schokoeier. Etwas größere Sachen passen perfekt in den Deckel. Fertig. Geht schnell, macht Spaß, rettet aus der Not und hat das Potential für ein Lieblings-Bastelprojekt. Probiert’s aus.

Ich wünsche Euch schöne Ostertage!

Kalender in der Kiste

Hat jemand den November gesehen? Erst hat er sich so ewig lang angefühlt und dann war er auf einmal weg. Adventskränze, Weihnachtssterne und -kakteen, die den Namen endlich verdienen, Nikoläuse und natürlich Adventskalender … alles schreit „Adventszeit“. Wie immer musste es schnell gehen, aber wie noch auf die Schnelle einen selbstgemachten Adventskalender für den GöGa aus dem Boden stampfen? Na, zum Glück hatte ich da schon was vorbereitet.

adventskiste_zuDie Adventskiste kam vor ein Jahren schon mal zum Einsatz und stand seitdem als Sammelkiste im Schrank. Die habe ich am 30.11. abends heimlich, still und leise aus dem Schrank entführt, um sie neu zu füllen.

adventskiste_offenDie Tüten sind wie schon wie letztes Jahr einfache Butterbrotbeutel, bunt gefüllt mit verschiedenen süßen und nicht-süßen Kleinigkeiten wie zum Beispiel einem solarbetriebenen Wackelelch. Völlig überflüssig, ich weiß, aber witzig. 😉 Die Nummern auf den Tüten sind übrigens die Türchen von einem alten Adventskalender, sieht man auf dem Foto nicht so gut. Die hatte ich schon länger fertig vorbereitet im Schrank liegen, weil ich mich ja kenne und weiß, dass ich vor dem 1. Dezember meistens nicht mehr alles in Ruhe schaffe. Zumal sich der November auf einmal immer so plötzlich aus dem Staub macht. Schöne Adventstage!

Und bis zum 24. ’nen Sixpack

Wäre das schön, wenn Lebkuchen und Spekulatius den Sixpack statt das Hüftgold fördern würden. Ist aber leider nicht so. Ein paar Freundinnen sparen sich dieses Jahr ein paar  Adventskalorien dank meiner figurfreundlichen Variante. Langweilig? Ja, kulinarisch gesehen vielleicht, aber dafür gibt es was fürs Auge. Das kam so: Ich war ja im Frühsommer in London bei einer lieben Freundin, die wegen Umzugsplänen ihre Wohnung ausmisten wollte. Kein Problem, Rumkruschen und Rumkramen ist doch schön, da fallen einem immer wieder die tollsten Sachen in die Hände. Sie ist übrigens auch eine extrem erfinderische Bastlerin. Kein Papier ist vor ihr sicher. Und genau deshalb stapelten sich da alte Weihnachtskarten in Hülle und Fülle. Dazu muss man wissen, dass der Angelsachse an sich ein innigeres Verhältnis zum Verschicken von Grußkarten zu allen möglichen Anlässen hat als wir Deutschen. Da tut es keine schnöde Email, sondern da wird eine richtige Karte geschrieben. Mit der Hand, versteht sich. Es gibt wunderschöne Grußkarten in England (und Amerika auch). Also jedenfalls, was macht man nun mit diesen Papierschätzen? Entsorgen ging überhaupt nicht, wie wäre es also mit Recyclen? Einen Vormittag lang habe ich gestanzt, was der Tisch aushielt und die schönsten Motive aus den Karten rausgeholt.Advkal_15_StanzteileIm Geiste sah ich schon viele selbstgefertige Weihnachtskarten vor mir. Oder ich hatte wenigstens den Gedanken, sowas mit meinen neuen Schätzen anzufertigen. Im Herbst dachte ich über Adventskalender nach und, inspiriert durch eine Herzcollage bei Ghislana im letzten Jahr (ich finde es leider nicht mehr, Ghislana, aber hast Du da nicht Herzen wie eine Art Adventskalender aufgeklebt?) kam mir die Idee, einen Adventskalender mit den Stanzteilen zu machen. Aber auf welchem Untergrund? Es musste etwas Einfaches sein, nicht zu groß, aber auch nicht zu klein für 24 Bilder. Irgendwann blieb mein Blick hieran hängen: Advkal_15_Basis Noch was zum Recyclen, besser gehts ja kaum! Der Sixpack-Adventskalender war geboren. Der Rest ging relativ einfach und schnell: Anordnung der 24 Stanzteile austüfteln, die 24 Stellen markieren, 24 x stempeln, 24 x Nummer drauf auf Kalender und die Stanzteile, Aufhängung basteln, dekorieren, fertig.

Per doppelseitigem Fotoklebepunkt kommen die Bilder an die richtige Stelle und der Kalender füllt sich jeden Tag ein bisschen mehr. Wenn er voll ist … dann ist Weihnachten.Advkal_15_komplettUnd Weihnachtskalorien zählen bekanntlich nicht.

Vom Hölzchen aufs Stöckchen

Kleine Jungs sind ja meistens offen für so ziemlich alles, was sie am Wegrand finden: Stöckchen, Äste, Blätter, Steine, bei Gelegenheit gerne auch mal Käfer, Raupen, Schnecken oder Frösche. Kann man alles brauchen, will man alles wissen. Gut, die Mama ist vielleicht nicht immer begeistert von Art und Anzahl der neuen Fundstücke, aber der Forschergeist will genährt und gefördert werden. Da ist Ordnung zweitrangig und es kann auf Einzelschicksale und Einzelbefindlichkeiten nicht allzu viel Rücksicht genommen werden. Später, nach dem Nobelpreis, wird die Legende berichten, dass der Preisträger schon in ganz jungen Jahren eine beachtliche botanische Stöckchensammlung auf dem Balkon archiviert hatte. Und dann, spätestens dann werden alle platzen vor Stolz, die jemals ein Stöckchen vom Spazierengehen mit heimtragen durften!

WichtelbaumMir fiel neulich ein schön gemusterter Buchenzweig in die Hände, und ich musste gleich an den jungen Waldliebhaber denken, der seine Mama und deren angeborenen Ordnungssinn momentan auf eine Probe stellt. Mangels Schwedenofen wird die Sammlung nie kleiner, dafür aber der Balkon bzw. das Kinderzimmer. Dabei ist an den Wänden doch so viel freier Platz. So kam ich vom Hölzchen aufs Stöckchen und raus kam ein Wichtelbäumchen. Der Mama hat’s gefallen, dem jungen Forscher hoffentlich auch. Buche statt Plastik!