Frühling in „Fast Forward“

Seit gestern habe ich einen ganz gefährlichen Ohrwurm. Dabei habe ich das entsprechende Lied noch nicht mal gehört, sondern nur davon in der Zeitung gelesen und die Band dazu gesehen. Habt Ihr es mitbekommen? Dass wir das noch erleben dürfen: ABBA haben nach über 30 Jahren zwei neue Songs aufgenommen. Ich habe ja eher gemischte Gefühle dabei, weil der zweite Aufguss selten besser ist als der erste, aber eine kleine Sensation ist es doch. Ob bei den zwei Titeln ein neues „Waterloo“ (ja genau, das ist er, der Ohrwurmsong) dabei sein wird, bleibt abzuwarten. Im Dezember soll das Ganze Premiere haben und ich nehme an, dass sich mein Ohrwurm bis dahin verzogen hat.

Beim  Kassettenrekorder gabs doch damals diese Vorspulentaste oder eben „Fast Forward“. Bei meinem ersten eigenen Gerät musste man die Taste noch festhalten und immer mal wieder loslassen und horchen, ob das ungewünschte Lied schon durchgespult war. Frühling und ABBA-Hits haben irgendwie was gemeinsam – Sonne, Emotionen, gute Laune. Und beide dauern immer nicht lange genug und gehen viel zu schnell vorbei. Dieses Jahr kommt mir der Frühling wie im Schnelldurchlauf vor, so als ob die gute Fee im Akkord schnell mal Wünsche erfüllen würde: Buschwindröschen? Okay, bumm, da. Tulpen? Ja gut, bumm, da (und gleich wieder weg).Stare und Schwalben? Naaa gut, hier, bitte, fürs Foto in der Morgensonne.Kühe auf der Weide? Auch gut, hier sind sie, sogar mit Bimbam um den Hals. Blühender Baum inklusive.Gewitter? Eigentlich für den Sommer vorgesehen, aber warum nicht auch mal wieder im April? Sieht so dramatisch aus und klingt auch so, macht also echt was her. Augen und Ohren auf! Und Regenjacke nicht vergessen.Damals, als es noch Kassettenrekorder und Plattenspieler gab, hielt sich auch das Gerücht, Grün und Blau in Kombination zu tragen, das ginge ja gar nicht. Wieso eigentlich? Ich musste in den letzten oft an den blöden Spruch von Grün und Blau und der sprichwörtlichen Sau denken, aber ich kann es nicht nachvollziehen, denn im Frühling gibt es kaum eine schönere Farbkombi als grüne Wiesen vor blauem Himmel. Okay, das ist nochmal der gewitterblaue Himmel, sieht aber auch ohne Sonne super aus.Der Vollmond im März war auch blau, wenn man den Angelsachsen glauben darf, denn es war ein sogenannter „Blue Moon“, also der zweite Vollmond im Monat. Das kommt nur alle Jubeljahre vor, auch wenn wir 2018 tatsächlich im Januar schon mal einen zweiten Vollmond hatten. Das ist ein ziemlich seltenes Ereignis, das erst 2037 wieder in dieser Form auftreten soll.Es geht flott weiter in diesem Frühling, Schlag auf Schlag. Der Flieder steht in voller Blüte, fast zwei Wochen vor dem klassischen Muttertagstermin. Es wäre schön, wenn die Natur von der „Fast Forward“-Taste steigen könnte, auch wenn davon auszugehen ist, dass die nächste Auszeit beim Frühling nicht so lange dauern wird wie die Kreativpause bei ABBA. Hoffe ich jedenfalls.

Zum Schluss habe ich einen kleinen musikalischen Appell an das Grün und Blau und die blauen Bänder. Oder wie seht Ihr das? Findet Ihr genug Zeit zum Schwelgen und Genießen?

Ich wünsche Euch einen schönen Start in den Wonnemonat.

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Ostermisteln und Osterherzen

BlackWalnut_Bunny-HeartsDa ist selbst der Osterhase von den Socken: Frost und Feuchtigkeit haben das geschafft, wo sich Menschen selbst mit einem Hammer schwer tun. Der Märzfrost hat ganze Arbeit geleistet und ein Frühlingsgeschenk in die grünende Wiese gelegt: Osterherzen aus Schwarznusshälften, fein säuberlich in der Mitte geknackt. So sauber hätte ich das mit Hammer und Meißel kaum hinbekommen. Ich konnte es gestern gar nicht glauben, denn bis vor wenigen Tagen waren die Nüsse definitiv noch  ganz. Tja, so beschert die Schwarznuss ungeahnte Frühlingsfreuden, denn Anfang März lag schon mal eine Überraschung am Boden. Schwarznussmistel_abgebr_02Einer der misteltragenden Äste ist bei Wind und Regen abgebrochen. Die Mistel war ein ziemlich stattliches Exemplar, sogar mit Beeren dran. Da war der Luftwiderstand beim letzten leichten Sturm offensichtlich zu groß (und der Ast ein bisschen marode). Sowas hätte man gern zu Weihnachten, aber dann fällt einem sowas meistens eher nicht ungefragt vor die Füße. Schwarznussmistel_abgebr_01Der Ast lag einige Tage unterm Baum und auch Anfang März gab es schon ein paar Nussherzen, die ich fürs Foto aufgesammelt habe. Irgendwann war das Prachtstück weg. Vielleicht hat jemand die Märzmistel mitgenommen und führt jetzt den Brauch des Küssens unterm Mistelzweig zu Ostern ein. 😉 Ich hatte keinen Platz dafür, sonst hätte ich sie schon auch gern gehabt. Andererseits wollte ich die Mistel aber auch nicht einfach so ohne den Baumbesitzer zu fragen mitnehmen, da hatte ich irgendwie Hemmungen. Schwarznuss_Nebel_0318Jetzt ist die Baumkrone ein bisschen gelichtet, aber die zähe Schwarznuss blinzelt immer noch zuversichtlich in die Morgensonne. Bei so vielen Naturgeschenken kann der Osterhase direkt mal eine Pause einlegen, sich in die Wiese legen und einfach mal … nix tun. Habt ein schönes Osterfest!

naturdonnerstag

Sorry, der Klick aufs Bild funktioniert nicht, aber geht einfach auf http://jahreszeitenbriefe.blogspot.de/2018/03/naturdonnerstag-78-43.html und schaut Euch weitere Naturgeschichten an.

 

Unwort des Frühjahrs?

Gerade wollte ich schnell einen Blick auf das zu erwartende Wochenendwetter werfen, da fällt mir ein Wort ins Auge, das ich noch nie bewusst gelesen habe: Märzwinter. Die Prognose eines Spätwintereinbruchs freut mich jetzt nicht direkt, auch wenn die Erklärung dahinter durchaus logisch klingt (einfach mal aufs Wort klicken). Besagten Märzwinter und die damit verbundenen minütlichen Wetterwarnungen aus der Wetter-App (nur für den Fall, dass man nicht selber sieht, dass es schneit) müsste ich aber trotzdem nicht haben. Es gäbe es doch gerade so viele schöne andere Wortkombis mit „März“ … Märzblüte, Märzsonne, Märzwärme, Märzgesang, Märzgrün,  Märzenbecher, Märzkrokus, Märzlila, Märzprimel, Märzunkraut, kurz gesagt: Märzblümchen im Märzdurcheinander.

Aber wenn es dumm läuft, sehen wir diesen Monat noch Märzhasel oder auch Märzefeu im Märzschnee.

Dann ist es halt so, der Winter ist eben noch nicht ganz vorbei. Mein Hund würde sich wahrscheinlich riesig freuen, wenn er wieder Schneeengel wälzen könnte. 😉 Die Aussicht auf letzte gartenarbeitsfreie Tage und Wochenenenden  ist eigentlich auch ganz schön. Märzwinter ist okay. Wenn sich im Sommer ein Augustwinter ankündigt, ja, dann fange ich an, mir Sorgen zu machen. Und die Wetter-Apps drehen vermutlich völlig durch!

Ich verlinke rüber zum Naturdonnerstag bei Ghislana. Für noch mehr Donnerstagsmomente einfach aufs Bild klicken!

Post für Madame!

Also, ich habe Französisch damals als Wahlfach ja ziemlich schnell wieder geschmissen. Die Sprache ist wunderbar und sooo melodisch, aber die Grammatik war so gar nicht meins. Heute bedauere ich das manchmal, denn das Latein bis zum Abi hat mir nicht viel gebracht (und die Grammatik war auch ein Graus). Französisch wäre lebensnaher gewesen, aber in den 80ern war Latein noch Zugangsvoraussetzung zu den medizinischen Studiengängen. Ich habe dann doch was anderes gemacht. Und wenn ich mich heute so im Internet und der Bloggerwelt umschaue, denke ich mir, Mensch, da hättest du noch was ganz anderes machen können! Wenn ich zum Beispiel so lese, was die Pflanzenfrau Annette Lepple so alles schon gemacht hat und macht … wow.  Sie trägt viele Hüte in ihrer Vielseitigkeit, von der Garten-Designerin und Garten-Fachfrau über die Fotografin bis hin zur Autorin für verschiedene Magazine und Zeitschriften, und daneben schreibt sie noch ihren schönen, herrlich bebilderten Blog personal eden

Neulich hat sie zwei Exemplare ihres zweiten Buchs Genießen statt Gießen verlost und – tadaaa! – ich hatte Glück und habe eins gewonnen! So erreichte mich denn ein zauberhafter Umschlag aus Frankreich mit der magischen Anrede „Madame“ auf dem Adressaufkleber. 🙂

Einfach schön. Nochmals vielen herzlichen Dank, Annette! Ich blättere begeistert in Deinem Werk und freue mich aufs Festlesen. Nachdem auch hier der Frühling so langsam Einzug hält, wird die trockenheitstolerante Bepflanzung wieder vermehrt Thema. Mit Deinen Profi-Tipps komme ich bestimmt besser über die Runden; allein schon beim Blättern sind mir bereits ganz neue Erkenntnisse ins Auge gesprungen. Auf so schöne Weise Neues lernen ist in jedem Fall besser als Grammatik pauken! Madame wird berichten. 😉

Kerniger Extremsportler

Sie sind schon wieder vorbei, die Olympischen Winterspiele. Früher war bei mir mehr Winterolympiade, soviel steht fest. Dieses Mal zog es mich nicht mehr so arg vors TV, um vom warmen Wohnzimmer aus mitzufiebern. Das war auch mal anders, und zwar bei den Spielen in Lake Placid. Ich habe nachgeschaut, das war 1980. Neunzehnhundertachtzig? So lange ist das schon her?! Du lieber Himmel, aber immerhin konnte ich einen kleinen Spaziergang auf der „Memory Lane“ unternehmen: Die Schweizer Eiskunstläuferin Denise Biellmann und ihre berühmte Pirouette – unglaublich, dass sie keine Medaille bekam! Eiskunstlauf haben meine Freundinnen und ich recht gern geguckt, das war damals so eine Art Paradedisziplin. Heute könnte ich keine einzige Eiskunstläuferin beim Namen nennen – man hört so wenig davon. Denise sieht übrigens immer noch blendend aus und beherrscht die Pirouette immer noch aus dem Effeff. Dabei ist 1980 auch für sie schon eine ganze Weile her. Ich habe ein paar ziemlich aktuelle Videos auf YouTube geschaut  – holla, die Waldfee. Da kriege ich vom Zugucken schon Rücken. Aber neben den ganzen weiblichen Lichtgestalten gabs auch einen männlichen Helden, das war ein kerniger Kerl und der Traum aller Schwiegermütter: Eric Heiden Nie gehört? Schrieb man „Eisschnelllauf“ damals auch schon mit drei „l“? Weiß ich nicht mehr, ist auch egal. Ehrlich gesagt war uns Eisschnelllauf an sich ja eigentlich wurscht, nur der Typ war halt echt süß. 😉 Hat nach Lake Placid aufgehört und Medizin studiert – ein echter Schwiegermuttertraum, sag ich doch! 😉 Wie gesagt, im Wohnzimmer war bei uns wenig Winterolympiade angesagt, dafür aber im aktuell sehr frostigen Garten, denn wir haben den Disziplinen-Pool um „Arctic Bungee Jumping for German Piepmätze“ erweitert.

Bungeejumper_voll Da hängt er, unser kernig-dicker Strahlemann mit der permanent guten Laune. Der Körper besteht aus selbstangerührtem Fettfutter mit Haferflocken, Erdnuss- und Sonnenblumenkernen. Ich habe diese Vogelfütterung letztes Jahr in einem Katalog entdeckt. Man kriegt einen kleinen Bausatz, in dem außer Vogelfutter und Fett alles drin ist, um den tollkühnen Springer herstellen zu können. Bungeejumper_fertig

Schon der erste Prototyp war ein Medaillenfavorit. Vor allem die kleine Holzplattform hat mich begeistert, in die man den Holzstecker im Becher ganz stabil zum Befüllen abstellt. Das Konzept ist wirklich durchdacht und funktionell, denn auch das Rausziehen aus dem Becher klappt einwandfrei, wenn das Fettfutter fest geworden ist. Dabei hatte ich das für die größte Hürde gehalten, aber nein, klappt problemlos mit ein bisschen Gefühl. Die Füllung muss einfach nur gut fest und kalt genug sein, aber das ist ja momentan absolut kein Problem.Bungeejumper_leerInzwischen hat das an sich magere Holzkerlchen seinen kernigen Astralkörper zum dritten Mal wieder aufgefüllt bekommen und hüpft fröhlich auf und ab, wenn sich ein hungriger Vogel auf seinen ausgebreiteten Armen niederlässt. Es hat einige Tage gedauert, bis die Piepmätze sich an den wackeligen Grinsemann in der Felsenbirne gewöhnt hatten, aber inzwischen haben sie das Prinzip kapiert und nagen ihn wie Piranhas runter bis aufs Skelett. Seitdem sind wieder mehr Spatzen im Garten, was mich sehr freut, denn diesen Winter sehen wir zum ersten Mal deutlich weniger Vögel als früher. Ich kann das nicht ganz nachvollziehen, weil wir im Frühjahr und Sommer noch vor allem wesentlich  mehr Spatzen hatten. Hoffentlich normalisiert sich der Eindruck wieder, wenn es wärmer wird. Bis dahin soll unser kerniger Extremsportler aus Piepmatzsicht ein echter Schwiegermuttertraum bleiben. Aus meiner Sicht ist er jetzt schon ein verdienter Goldmedallist im Winter 2017/18.

Den Bungee Jumper gibt es unter anderem hier
Mir gefällt besonders, dass er in einer Behindertenwerkstätte hergestellt wird. Solche Produkte unterstütze und kaufe ich gern. Das ist keine Werbung und Geld kriege ich auch keins, aber wenn man was Sinnvolles sieht, hinter dem eine kreative Idee mit Nachhaltigkeit steckt, kann man das doch mal weitersagen.

Resturlaub oder die Kraft des freien Nachmittags

Wie herrlich es doch ist, auf fast verlassenen Pfaden zu wandern, wenn der Rest der arbeitenden Bevölkerung in der Arbeit ist. 😉 Es ist seltsam, wieviel erholsamer Freizeit erscheint, wenn man sie außerhalb von Urlaubshochzeiten wie Weihnachten, Ostern oder Pfingsten genießen kann. Da bringt ein halber freier Tag manchmal mehr als ein Wochenende.

Das gilt hier bei uns umso mehr, weil unsere Umgebung zum Münchner Naherholungsgebiet gehört und am schönen Wochenenden ganze Menschenhorden Richtung Steinsee wandern, joggen oder radeln. Dem war in der zweiten Januarwoche nicht so: Leere Wege im Sonnenwald und dazu ein unwahrscheinlich blauer Himmel.

Ich habe nach Kiefern Ausschau gehalten. Da gibt es imposante Exemplare!

Den Weg kannte ich nicht genau, ich wusste nur, dass irgendann mal der  sagenhafte Steinsee auftauchen müsste. Und das tat er auch. Märchenhaft schimmerte er durch die Bäume. Leider ist in dem Bereich hier alles eingezäunt, aus Biotopschutzgründen, wie die Beschilderung sagt. Mag sein. Im Sommer ist hier in aller Regel Hochbetrieb, da würde mit Sicherheit der ganze Uferbereich ohne Rücksicht auf Verluste zum Badestrand gemacht. So konnte ich nur aus etwas Entfernung aufs Wasser schauen. Für eine Seeumrundung war es mir schon zu spät, da hätte ich früher aufbrechen müssen. Aber eigentlich hatte ich diese Richtung ja auch gar nicht vorgehabt, sondern die hatte sich einfach beim Gehen ergeben. Ich glaube, es war Martin Walser, der sagte: „Dem Gehenden schiebt sich der Weg unter die Füße.“ Da ist wirklich was dran, im Leben oder auch einfach nur beim Spazierengehen am freien Nachmittag. Sich einfach nur mal treiben lassen und schauen, was passiert – in unserer durchgetakteten Zeit ist das doch der wahre Luxus.Kunstvolles Blattwerk konnte ich auch entdecken. Das leuchtete so in der Sonne, dass ich schon von weitem neugierig wurde und vom Weg abwich, um mir das genauer anzuschauen. Es war ein hartnäckiges Herbstblatt, das den Winter an seinem Ast überdauert hatte. Ob es nach den Januarstürmen noch dort hängt?

Eine große Birke hatte auch ein Geschenk – seht Ihr das Birkenherz auch? Das war ein echter Königinnennachmittag. Freie Tage mitten unter der Woche und einfach so sind was Wunderbares. Denkt dran, bis Ende März muss der Resturlaub sowieso weg, also: Auf zum kleinen Seelenurlaub zwischendurch.  🙂

Und eil es gerade so gut passt, verlinke ich diesen Beitrag gleich noch zum Naturdonnerstag auf Ghislanas Blog

Jahresendstimmungen

Morgen ist es schon wieder so weit: Teile der örtlichen Blaskapelle werden durchs Dorf ziehen und das neue Jahr anblasen. Das wird von den Anwohnern natürlich hochprozentig honoriert, so dass die Melodiesicherheit am Dorfende nicht mehr unbedingt gegeben sein muss. 😉 Macht aber nichts, es ist so oder so eine Gaudi. Die Tage vor und um Neujahr scheinen mir irgendwie seltsam und schwer zu greifen. Die Stimmungen wechseln zwischen knallblauem Sonnenhimmel und aufziehenden Wolken bei eisiger Kälte oder angenehmen Plusgraden.Gestern habe ich ein Zitat gelesen, das für mich ganz gut zu dieser Jahresendstimmung passt:

„An der Schwelle des neuen Jahres lacht die Hoffnung und flüstert, es werde uns mehr Glück bringen.“

Alfred Lord Tennyson (1809 – 1892)

War es ein gutes Jahr? War es ein schlechtes Jahr? Oder war es ein Jahr wie alle anderen auch, gefüllt mit Gutem und mit Schlechtem? Vielleicht muss man nicht alles bewerten oder auswerten. Ich beschließe das Blog-Jahr mit dem Schwarznussbaum, der mich über Monate hinweg begleitet hat. Unterm Baum liegen immer noch viele Nüsse, die meisten davon inzwischen ohne die grüne Schale. Wind und Wetter haben das Auspacken erledigt, aber die Nussschalen sind noch ungeknackt, sofern nicht gerade ein Traktor drübergefahren ist. Den Baum juckt das nicht. Er wartet in aller Ruhe auf den Frühling, reckt seine kahle Krone in den Morgenhimmel und begrüsst die aufgehende Sonne. Hoffnung!Ich wünsche Euch eine zauberhafte Silvesternacht und einen hoffnungsfrohen Sonnenaufgang an Neujahr.