Recycling auf Lateinisch

Ich benutze diesen Kaffeebecher aus einer Bäckereikette schon seit einem Jahr als Mixbecher fürs Vogelfutter, aber erst neulich habe ich den Aufdruck so richtig registriert.

pane_bavariaBayerisches Brot für bayerische Piepmätze, das ist doch nett. Wobei, stimmt das grammatikalisch überhaupt? Meine Güte, wie habe ich nur das Abi mit Latein bestanden … Brot gibts bei uns aber keins im Futterhäuschen, sondern nur Sonnenblumen- und Erdnusskerne gemischt mit Haferflocken. Ab und zu gibt es auch den obligatorischen Meisenknödel. Normalerweise mache ich das Fettfutter selber, aber diesen Winter fehlte mir die Zeit dazu. Dann muss es mal was Gekauftes tun. Die Haferflocken schmeißen die Spatzen meistens erst mal raus. Die Feinschmecker picken sich anscheinend lieber  auch die gehaltvollen Kerne raus, so wie die Kohl- und Blaumeisen. Später sind die Haferflocken aber trotzdem weg. Ab und zu höre ich ein zartes Piepsen, das es in unserem Garten nur im Winter zu hören gibt – das Rotkehlchen ist wieder da. Ich finde es jedes Jahr aufs Neue total erstaunlich, wie sich die Kunde vom Lieblingsfutter in der Gegend verbreitet. Haben Vögel Buschtrommeln?! Das Rotkehlchen jedenfalls mag die verschmähten Haferflocken recht gern. Naja, die Spatzen nehmen sie schon auch. Aber nur, so lange es nichts Besseres gibt. Es gibt halt nix Besseres als wia was Guads. 😉

Januarfeuer und Jahresmotto

Angeblich ist es noch bis zum 15. Januar okay, jemandem ein gutes neues Jahr zu wünschen. Das habe ich wenigstens am Wochenende so in der Zeitung gelesen, und zwar im Jobteil bei den Karrieretipps. Haben die Leute Probleme! Aber dann liege ich noch gut in der Zeit nach meinem ersten Arbeitstag nach der staaden Winterpause: Ein gutes, gesundes und liebevolles neues Jahr wünsche ich Euch! Ja, liebevoll, genau. In der Zeit der Rauhnächte habe ich das Walnussherz gefunden und denke, das ist ein Zeichen für mein Jahresmotto, nämlich den liebevolleren und rücksichtsvolleren Umgang mit mir selbst (und natürlich auch anderen) zu pflegen. Achtsam sein, eigene Grenzen erkennen und anerkennen. Das könnte meine Jahresaufgabe sein, an die mich das Herz in der rauhen Schale erinnern will.

walnussherzWie sieht es bei Euch aus? Habt Ihr Euch auch in der Rauhnachtzeit ein bisschen nach innen orientiert und reingehört, was so los ist und was vielleicht ansteht? Ich war nicht so konsequent und dauermeditativ, wie sich das jetzt vielleicht anhört, aber ich habe die ruhigen Tage nach dem Weihnachtswahnsinn sehr genossen. Das Walnussherz liegt auf meinem Schreibtisch und erinnert mich immer wieder daran, nach innen zu horchen. Also, zumindest dann, wenn ich im Home Office bin. 😉 Manchmal bringt es mich auch einfach nur zum Lächeln, und das ist ja auch eine schöne kleine Pause im täglichen Betrieb, der bei mir seit heute wieder anläuft.

Am Samstagmorgen sah ich zufällig dieses Januarfeuer, das mich auch mit Hoffnung und Vorfreude auf das Jahr erfüllt hat. Für einen ganz kurzen Moment war der Himmel offen und blau, und der Wald spiegelte den Sonnenaufgang in tiefen Farbtönen, die für den Januar eigentlich untypisch sind.

januarfeuer_2017Es ist alles da, was wir brauchen. Ein beruhigender Gedanke.