Vom Umziehen und Ausschlagen

Der Mai ist nicht ganz ungefährlich mit den ausschlagenden Bäumen und der betörenden Maibowle. Beim Ausschlagen machen auch die Allerkleinsten schon mit, selbst wenn sie nur in einem großen Blumentopf wohnen. Darf ich vorstellen – einer der Zwerge aus dem Kastanienkindergarten vom vergangenen Jahr in voller Pracht. Für einen Puppenbiergarten würde das Blattgrün schon locker reichen.Kleine_Kastanie_2016Das waren die beiden Grünlinge im letzten Herbst, nachdem sie aus dem Gartenbeet in den Übergangstopf gewandert sind. Dazu musste ich den Spaten ansetzen ….

KastanieReisefertig_02… beherzt, aber vorsichtig, um die Herzwurzeln möglichst unbeschadet aus dem Boden zu bekommen.

KastanienwurzelBeide Bäumchen haben den Winter auf der Terrasse verbracht, geschützt, aber nicht zu sehr gepäppelt. Ein bisschen Schnee und Eis durfte es schon sein, die zwei sind ja nicht aus Zucker. Die  Schwesterkastanie ist vor ein paar Wochen ins neue Heim umgezogen, noch unbegrünt, aber die Lebensgeister waren schon deutlich erkennbar. Die Beschenkten meinten schon, au prima, dann könnten sie in 30 Jahren oder so am Rollator die ersten Kastanien sammeln. Das ist doch nicht die schlechteste Perspektive fürs Alter, würde ich meinen: Der Lebensabend unterm Kastanienschirm. Hat was.

Advertisements

10 Kommentare zu “Vom Umziehen und Ausschlagen

  1. Die sind aber schnell gewachsen und so wunderschön. Unsere selbst gezogene Kastanie hat schon nach 15 Jahren die 1. Kastanien bekommen.
    Liebe Grüße
    Claudia

    • Hallo Claudia,
      ich geb den Hoffnungsschimmer weiter. In 15 Jahren düfte der Rollator doch noch kein Thema sein. Ich fand den Kommentar nur so lustig. 😉
      Liebe Grüße,
      Doris

  2. Na, die haben ja wirklich ganz schön „um sich“ bzw. ausgeschlagen! :-). Wen sie in diesem Tempo weiterwächst, wird die erste Ernte sicherlich keine 30 Jahre auf sich warten lassen ;-). Ich hoffe, Du wirst uns Bilder von der ersten Ernte zeigen — früher oder später ;-). Liebe Grüße, Birthe

    • 🙂 Ja, ich finds echt Wahnsinn, wie stark das Bäumchen nach dem Winter noch ausgetrieben hat. Die Blätter sind erst seit einigen Tagen so richtig entfaltet; der erste Kälteeinbruch hatte noch einen Stop in den Austrieb gehauen. Macht echt Spaß. Tja, ich hoffe ja auch, dass die erste Blüte und dann die ersten Kastanien eher früher als später kommen. 😉

  3. Das sind sehr nette Gedanken, Doris, sie wachsen recht flott, und bald können sich zu den Puppen die Menschlein gesellen. Ich staune über die Naturverjüngung hier in unserem Eichen-Kastanien-Wald. Zur Zeit meint man wirklich, man laufe auf einem Wald herum.;)

    • Sie wachsen wirklich irre schnell, das hätte ich nie gedacht. Ich hoffe sehr, dass mein Bäumchen den Sommer gut übersteht und dass ich es vielleicht im Herbst an einen endgültigen Platz setzen kann.

  4. Ich hab auch so eine kleine Baumschule…, macht einfach Spaß, und irgendwann pflanzen wir sie irgendwo hin, wo Not an Baumgrün ist ;-). Ein schönes Bäumchen, dein Kastänchen… Lieben Gruß Ghislana

  5. Liebe Doris,
    Deine Bemerkung, dass der Mai nicht ganz ungefährlich ist, läßt mich an eine lustige (aus heutiger Sicht!) kleine Episode denken: Vor etlichen Jahren machte ein Großteil der Familie am 1. Mai wieder die damals traditionelle Maiwanderung. Gesungen haben wir auch, unter anderem: „Der Mai ist gekommen, die Bäume schlagen aus…!“ Meine damals kleine Nichte Sarah hörte gut zu und sagte dann zu mir: „Gell Tante Heidi, das stimmt nicht, dass die Bäume ausschlagen!?“ Ich hatte wohl gerade den Schalk im Nacken, denn ich erklärte dem Kind voller Überzeugung, das das sehr wohl stimme und das die Bäume im Mai ganz sicher ausschlagen! Die arme Kleine, sie schaute mich ganz entsetzt an und zog ihr Köpfchen zwischen die Schultern, so dass der kleine Hals kaum mehr zu sehen war! Und dann wollte sie so schnell es eben ging aus diesem „blöden Wald“ heraus.
    Alles Liebe
    Heidi

    • Die arme Kleine! 😀 Eine nette Geschichte, Heidi. Da kann man aber auch wirklich durcheinander kommen, mit diesen Doppelbedeutungen in der deutschen Sprache. Ich hoffe, Deine Nichte hat das Trauma inzwischen überwunden und fürchtet sich nicht mehr im Wald. Für diesen Streich hat sie sich bestimmt schon mal bei Dir gerächt, oder? 😉
      Liebe Grüße und danke für die nette Geschichte!
      Doris

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s