Zeitgemäß unzeitgemäß

Dieses Jahr hatte ich dauernd das Gefühl des Hinterherhinkens. Es ging alles so schnell, kam unerwartet, kam gar nicht (so bis jetzt der echte Winter) oder war schon wieder vorbei, bis ich es überhaupt bemerkt hatte.  Ein wirres Jahr, in dem das gewohnte Leben mit viel Ungewohntem, Neuem und zum Teil Erschreckendem durcheinander gewirbelt wurde. Nicht alles anders, aber vieles. Da waren im Dezember treibende Krokus- und Tulpenzwiebeln zwar gefühlt unzeitgemäß, aber mittlerweile beinahe normal.

„Oh Blumenzwiebel, oh Blumenzwiebel,

so stehts nicht in der Blumenfibel.

Du treibst doch nur zur Frühlingszeit,

und nicht im im Winter, wenn es schneit …“

Superpünktlich kam dagegen unser Weihnachtskaktus daher und zeigte an Heiligabend die erste offene Blüte. WeihnachtskaktusUnd wieder hinke ich hinterher, denn das hätte eigentlich ein Weihnachts-Post werden sollen. 🙂 Ich wünsche Euch später einen guten Rutsch in ein glückliches, gesundes neues Jahr mit viel Zeit zum Genießen und fürs Langsamsein.

Advertisements

Advent weiß-blau

image

Sonne und blauer Himmel am 4. Advent. Könnte schlimmer sein.

image

Dieses kreative Adventskranzbeet habe ich bei einem kleinen Morgenspaziergang entdeckt. Allein die Idee finde ich wunderbar. Es erinnert mich an ein Medizinrad.

image

Wenn ich mal genügend Gartenplatz habe … Einen frohen und sonnenerfüllten 4 Advent allerseits!

Und bis zum 24. ’nen Sixpack

Wäre das schön, wenn Lebkuchen und Spekulatius den Sixpack statt das Hüftgold fördern würden. Ist aber leider nicht so. Ein paar Freundinnen sparen sich dieses Jahr ein paar  Adventskalorien dank meiner figurfreundlichen Variante. Langweilig? Ja, kulinarisch gesehen vielleicht, aber dafür gibt es was fürs Auge. Das kam so: Ich war ja im Frühsommer in London bei einer lieben Freundin, die wegen Umzugsplänen ihre Wohnung ausmisten wollte. Kein Problem, Rumkruschen und Rumkramen ist doch schön, da fallen einem immer wieder die tollsten Sachen in die Hände. Sie ist übrigens auch eine extrem erfinderische Bastlerin. Kein Papier ist vor ihr sicher. Und genau deshalb stapelten sich da alte Weihnachtskarten in Hülle und Fülle. Dazu muss man wissen, dass der Angelsachse an sich ein innigeres Verhältnis zum Verschicken von Grußkarten zu allen möglichen Anlässen hat als wir Deutschen. Da tut es keine schnöde Email, sondern da wird eine richtige Karte geschrieben. Mit der Hand, versteht sich. Es gibt wunderschöne Grußkarten in England (und Amerika auch). Also jedenfalls, was macht man nun mit diesen Papierschätzen? Entsorgen ging überhaupt nicht, wie wäre es also mit Recyclen? Einen Vormittag lang habe ich gestanzt, was der Tisch aushielt und die schönsten Motive aus den Karten rausgeholt.Advkal_15_StanzteileIm Geiste sah ich schon viele selbstgefertige Weihnachtskarten vor mir. Oder ich hatte wenigstens den Gedanken, sowas mit meinen neuen Schätzen anzufertigen. Im Herbst dachte ich über Adventskalender nach und, inspiriert durch eine Herzcollage bei Ghislana im letzten Jahr (ich finde es leider nicht mehr, Ghislana, aber hast Du da nicht Herzen wie eine Art Adventskalender aufgeklebt?) kam mir die Idee, einen Adventskalender mit den Stanzteilen zu machen. Aber auf welchem Untergrund? Es musste etwas Einfaches sein, nicht zu groß, aber auch nicht zu klein für 24 Bilder. Irgendwann blieb mein Blick hieran hängen: Advkal_15_Basis Noch was zum Recyclen, besser gehts ja kaum! Der Sixpack-Adventskalender war geboren. Der Rest ging relativ einfach und schnell: Anordnung der 24 Stanzteile austüfteln, die 24 Stellen markieren, 24 x stempeln, 24 x Nummer drauf auf Kalender und die Stanzteile, Aufhängung basteln, dekorieren, fertig.

Per doppelseitigem Fotoklebepunkt kommen die Bilder an die richtige Stelle und der Kalender füllt sich jeden Tag ein bisschen mehr. Wenn er voll ist … dann ist Weihnachten.Advkal_15_komplettUnd Weihnachtskalorien zählen bekanntlich nicht.