Die geheime Zutat

Ein Küchengespräch:
Ich: „Die Muffins sind fertig. Magst eins probieren?“
GG: „Ja, gib mal eins her.“
GG sucht sich ein noch warmes Zitronenmuffin aus und zupft an der Papiermanschette.Zitro-Zucchini-MuffinIch: „Was sollen wir denn heute essen?“
GG (beißt vom Muffin ab): „Keine Ahnung.“
Ich: „Wie wärs mit einem Risotto?“
GG (kaut): „Hm, ja, warum nicht … mit was denn drin?“
Ich: „Mit Käse.“
GG: „Super.“
Ich: „… und Zucchini.“
GG (kaut immer noch): „Och nee, ich kann momentan keine Zucchini mehr sehen. Jeden Tag Zucchini…. Die Muffins sind übrigens gut. Saftig.“
Ich (muss grinsen): „Ich weiß.“
GG: „Doch, die sind echt gut. Noch bisschen mehr Zucker, aber sonst …“
Ich: „Was meinst denn, was da drin ist?
GG: „Na, Zitrone!“
Ich: „Ja. Auch.“
GG (überlegt): „Zitrone und …. nee, oder?!“

Zucchini_2015Doch! Mehr dazu demnächst. 🙂

Was Rotes für die morschen Knochen

Kaum wird es wieder kühler, meldet sich das eine oder andere muskuläre Zipperlein. Die Hitzewelle hatte auch was für sich, denn den Muskeln hat die Wärme ganz gutgetan. Eine Freundin erzählte mir neulich von ihrem neuen Zeitrekord mit dem Rad zur Arbeit. Ja, wenn die Muskel gut durchgewärmt sind, läuft es einfach besser. Aktuell muss der Körper wieder mit einem Temperaturumschwung klar kommen und zumindest mein Rücken freut sich da nicht wirklich drüber. Zeit für die ersten Einsätze vom heurigen Johanniskrautöl. Ich habe vor einiger Zeit schon mal über das Rotöl gebloggt und finde es immer noch faszierend, wie eine Pflanze gepaart mit Sonnenlicht so eine Heilkraft entwickeln kann.

In der Sommerhitze der letzten Monate haben sich die roten Tüpfel sehr schnell im Öl gelöst und den Ansatz schön tiefrot gefärbt. Allein schon die Farbe macht gute Laune und ist pure Energie fürs Auge. Das Öl habe ich mit Traubenkernöl angesetzt, das ist relativ neutral vom Geruch her und lässt sich gut verteilen. Ehrlich gesagt war es mir zuviel Aufriss, ein Mandel- oder Jojobaöl zu besorgen. Nö, ich bin mit dem Traubenkernöl ganz happy.

Johanniskrautoel_2015

Ob es noch mal richtig, richtig warm wird? Meistens kippt das Wetter insgesamt um Maria Himmelfahrt herum, das ist zumindest meine Erfahrung. Ein kleiner Herbstanflug liegt schon in der Luft. Komisch, wie schnell sich nach so einem Wetterumschwung die Sehnsucht nach dem Sommer wieder einstellt.

Und jetzt alle: „Rätätä, rätätä, …“

„… ab 40 Grad gibts Schädelweh. Rätätä, rätätä, des find i gar ned schee!“ In der Tat, Kopfweh ist blöd, egal bei welcher Temperatur. Mit dem Regenguss der letzten Nacht kam die Abkühlung, damit sind die gut  über 30 Grad der letzten Woche erst einmal vergessen. Eine Regenmenge von 13 l pro m2 ist nach der Trockenheit und Hitze der letzten Zeit allerdings auch noch nicht so sehr der Brüller, da darf ruhig noch was kommen. Immerhin waren die Unwetterwarnungen per Internet völlig überzogen, zumindest bei uns hier. Es kommt halt immer darauf an, wo das Unwetter gerade niedergeht. Brandenburg und Sachsen-Anhalt hatten in der Hinsicht weniger Glück.

Jedenfalls haben die Hitze und ein akuter Zeitmangel nach einem vergleichsweise kurzen Urlaub mich insgesamt ein bisschen lahmgelegt, sowohl im Bloggen als auch in anderen Aktivitäten. Aber zum Glück macht sich die Hauptzutat für das schon im letzten Post angekündigte Anti-Rätätä auf der sonnigen Fensterbank beinah von selbst. Das ist das Gute an Kräuterölen – sie sind schnell angesetzt und machen dann  keine Arbeit mehr, außer einem obligatorischen Schüttler ab und an und einer Schimmelkontrolle.

Für das Öl habe ich getrocknete Minzeblätter und Lavendelblüten mit Traubenkernöl in ein sauberes Glas gefüllt. Es duftet schon minzig-lavendelig oder lavendelig-minzig, je nach Tagesform meiner Nase. Da mache ich noch Feinjustage bei Bedarf. Bei nächster Gelegenheit wird der Ansatz durch einen Teefilter abgeseiht. Ein Nylonstrumpf soll hier übrigens auch gute Dienste leisten, habe ich mal gelesen, also das nächste Laufmaschenopfer vielleicht nicht gleich entsorgen, sondern waschen und bunkern. Das Rezept für den Kopfweh-Balsam findet Ihr noch mal hier bei www.hellonatural.co. Es ist  vom Prinzip her ziemlich simpel:

  • Pro 1/4 Tasse Öl braucht man etwa 2 Esslöffel Bienenwachs.
  • Bienenwachs zusammen dem Öl erwärmen, bis das Wachs geschmolzen ist.
  • Umrühren, in kleine Gefäße (mit Deckel) abfüllen und kalt werden lassen.
  • Kühl aufbewahren und bei Bedarf die Schläfen damit einreiben.

Ich denke mir, dass man der Menge an Bienenwachs ein wenig experimentieren muss, bis der Balsam die gewünschte Cremigkeit oder Härte erreicht hat. Da hat ja auch jeder andere Vorlieben. Wem der Balsam zu flüssig ist, der kann man ihn noch mal warm machen und Wachs nachbuttern, warum nicht. Sonst bietet sich doch die Verwendung als kühlender Körperbalsam an. Eine Dusche mit anschließender Ganzkörpereinreibung ist bei Kopfschmerzen auch nicht das Schlechteste. Einfach mal ausprobieren, noch gibt es Minze genug!