Wollt Ihr mal was Schafes sehen?

Wie man anhand einiger Indizien unschwer erraten kann, stehen die Original-Shauns in London und wurden dort von mir bei den verschiedensten Wetterlagen ge- und besucht. Ich habe nicht alle geschafft, insgesamt sind es 50 Stück, die über die ganze Stadt verteilt sind. Und diese Stadt ist groß! Wunderbar, wie ein buntes Schaf große und kleine Herzen erfreuen kann. Damit ließen sich die englischen Wetterkapriolen viel leichter etragen. Wer die Gelegenheit hat, kann sich bis zum 31. Mai auf Schafsuche in London machen. Mehr zur Benefizaktion findet Ihr unter http://shauninthecity.org.uk/.

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Mont blanc en miniature

Sauerklee_02Im Frühjahr hinkt man mit dem Fotomaterial doch immer hinterher, weil sich alles so schnell verändert. Diese kleinen „Mont blanc“ habe ich bestimmt schon vor zwei oder doch schon drei Wochen gefunden. Der Waldsauerklee (Oxalis acetosella) blühte so erfrischend fröhlich und ganz apart in Weiß mit violetten Streifen.

Der Sauerklee ist ein feiner Durstlöscher beim Waldspaziergang, ähnlich wie der Sauerampfer. Da kann man auch einfach mal eine Handvoll mitnehmen für die Salatschüssel. Wegen der Oxalsäure sollte man es nicht übertreiben, aber ich denke, man wird nicht so viel Sauerklee essen können oder wollen, dass er einem nicht bekommt. Er soll blutreinigend wirken, was ja durchaus das Ziel einer Frühjahrkur sein dürfte.

Sauerklee_01Ein Glückskleeblatt habe ich nicht gefunden, aber dafür habe ich Mitte der Woche zum ersten Mal den Kuckuck rufen hören! So viele Kinder hätte ich gar nicht kriegen können, wenn man der Anzahl seiner Rufe geglaubt hätte. Das hat man bei mir daheim jedenfalls früher gesagt, dass der Kuckuck die Anzahl der Kinder vorhersagt bzw. -ruft. Hierzulande hält man es eher mit den materiellen Dingen und empfiehlt das Schütteln des Geldbeutels zum Kuckucksruf. Hatte ich nicht dabei, deshalb habe ich ersatzweise mit dem Schlüsselbund geklimpert. Dann brauche ich dieses Jahr vielleicht wenigstens keinen Schlüsseldienst. 😉

Verborgene Schönheit

Eigentlich wollte ich was Schönes über Tulpen erzählen. Darüber, wie man sie im Orient verehrt und geschätzt hat, wie Dichter ihnen viele Werke widmeten und sie für edle Damen in Europa später wertvoller waren als Gold.  In einem Gedicht heißt es, dass die Tulpe ihr Schmerzensmal im Inneren verbirgt. Mag sein.  All das wollte ich erzählen, aber mir fehlt die Zeit. Doch wozu viele Worte, das Bild spricht für sich: Manchmal liegt die wahre Schönheit im Verborgenen und kommt erst zum Vorschein, wenn die Blüte fast schon im Vergehen ist. Tulpenmandala

Wo wir gerade davon sprechen …

Von wegen „Tag der Arbeit“ – im Garten hört man heute nichts außer dem tropfenden Regen und dem Plitsch-Platsch, den das in die Regentonne laufende Wasser macht. Die Vögel sind auch noch ganz aktiv und machen einen erstaunlich gut gelaunten Eindruck. Aber bei den Menschen reicht es heute maximal für Innenarbeiten, bei diesem Regenwetter geht kaum einer vor die Tür. Der Kater schläft schon den ganzen Tag, und auch die letzten Sonntag noch so fleißigen Bienen machen heute … nix oder jedenfalls nicht viel (nehme ich an). Birnbaumbiene_02War das neulich ein Gesumme im Birnbaum. Und wie eilig sie es alle hatten, auch nur ja genug abzukommen von der Blütenpracht. Einige Bienen hatten Pollenhöschen und schienen schon ordentlich beladen zu sein. Birnbaumbiene_01Von einer Blüte zur nächsten und noch mal zurück, nachschauen, ob nicht doch noch ein bisschen was zu holen ist. Schön. Das war Frühling. Heute ist auch Frühling, wenn auch mit SchnürlLandregen. Muss auch sein. Ja, und das mit dem Tag der Arbeit … da fällt mir ein alter Familienkalauer ein … Wie heißt das jetzt richtig: Lass MICH arbeiten oder lass MIR arbeiten? Lass ANDERE arbeiten! In diesem Sinne wünsche ich noch einen schönen 1. Mai allerseits.