Zuverlässig unaufhaltsam

Wie jedes Jahr ist die Kornelkirsche der erste Strauch, der neben den alten verdorrten Blättern seine Blüten zeigt.

Kornelkirschenblüte_2015

Und wie jedes Jahr bin ich verzaubert vom knalligen Gelb gegen den Frühlingshimmel. Oder wahlweise gegen graue Wolken, so wie heute. Gestern habe ich im Vorbeifahren am Straßenrand einen Seidelbast gesehen, ebenfalls in voller Blüte, aber lila. Er ist da, der Frühling. Heute macht er halt Verschnaufpause, aber es wird weitergehen, zuverlässig und unaufhaltsam. So wie das Leben an sich, auch wenn es manchmal den Atem anhält, wenn schlimme Dinge passieren.

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Stille Wasser …

…entstehen manchmal ganz spontan nach Regenfällen oder wie jetzt bei der Schneeschmelze und geben dem Wald eine ganz andere Stimmung. Wie eigentümlich, wenn sich plötzlich Bäume und Sträucher da spiegeln, wo der Boden sonst von Blättern oder Grün bedeckt ist. Stille_Wasser_WegPferd und Reiter können sich fühlen wie an einem Seeufer und platschen über den Strand. Spaziergänger machen wohl lieber einen großen Bogen – es sei denn, sie sind Kinder! Hunde nehmen bestimmt gern einen Schluck im Vorbeigehen, zum Ärger ihrer Besitzer.

Stille_WasserManch anderer Tümpel liegt versteckt im Wald und verbreitet Urzeitstimmung. Fernab der Sonne ist die Eisdecke noch nicht ganz verschwunden. Ich bin gespannt, ob der Boden den See bald verschluckt und Weg wieder frei gibt für die durchziehenden Tiere.

Frühlingsblüher gesichtet!

Ich beim heutigen Waldspaziergang: „Uiii, schau! Der Huflattich kommt!“. Darauf mein Mann: „Echt? Das ist jetzt aber blöd – wir haben doch gar nichts daheim.“ Hatten wir auch nicht, aber Huflattich will ja nicht ins heimische Wohnzimmer, sondern einfach nur an die Sonne. Drum reblogge ich einen Post, den ich vor fast auf den Tag genau 3 Jahren auf http://www.natuerlich-wildkraeuter.de veröffentlicht habe. Haltet die Augen offen nach den kleinen gelben Sonnen am Wegesrand.

efeuwildnis

… um einen geflügelten Spruch zu bemühen: Ja, ist denn schon Frühjahr? Na logisch! Wollt Ihr einen echten Frühlingsboten sehen, der nur auf ein bißchen Märzsonne gewartet hat, damit er loslegen kann? Tadaaa, darf ich Euch mein Fundstück vom Wochenende vorstellen: Klein, aber oho – der Huflattich!

Da steht er und blüht nach Leibeskräften, ohne Blätter oder irgendwelchen Firlefanz, und Bienen und Insekten freuen sich über die erste Nahrung in der noch kargen Natur. Bei schlechtem Wetter bleibt die Nektarbar geschlossen, denn die Bütenköpfe öffnen sich nur bei Sonnenschein. Beim flüchtigen Hinschauen könnte man den Huflattich für einen Löwenzahn halten, aber der blüht natürlich erst viel später und hat dabei schon seine langen, spitz zulaufenden und gezähnten Blätter. Beim Huflattich erscheinenen die hufeisenförmigen Blätter erst, wenn die Blüten schon verblüht sind und sich ähnlich wie beim Löwenzahn in weiße Schirmchen verwandelt haben. Der Frühlingsbote wächst mit Wurzelausläufern auf mageren, steinigen…

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Wo bleibt die Frühjahrsmotivation?

Irgendwas ist aber auch immer. Zu viel Grau, zu viel Sonne, zu viel Winter, zu viel Frühling. Ich weiß nicht wieso, aber ich habe gerade einen Motivationshänger. Nicht nur im Blog, sondern überhaupt. Vielleicht habe ich auch schlicht und ergreifend nur zu viele andere Dinge, die erledigt werden wollen und dabei Zeit und Energie fressen. Möglich. Heute war ich ein bisschen im Wald, wo noch erstaunlich viel Schnee lag und der Wind ziemlich kalt um die Bäume zog. Geblüht hat da noch nix, viel frisches Grün habe ich auch noch nicht gesehen. Übergangsphasen sind manchmal doof, wahrscheinlich deshalb auch der Hänger. Aber das wird schon wieder. Morgen früh gehe ich gleich als Erstes in den Garten, Tasse Kaffee in der Hand, und schaue nach neuen kleinen Farbbomben im Beet und im Rasen. Das macht Spaß und hebt die Laune. 🙂

Krokus

Zimmergärtnern mit Sonnenbrille

War nichts mit Wochenstart und Sonnenschein, was eigentlich der Klassiker nach einem Schlechtwettersonntag ist. Da kriegt der Arbeitnehmer ihn noch mal so richtig hingerieben, den Montag. Status heute draußen: Deutsche Verhältnisse mit grauem Schneeregen. Wo soll das denn hinführen? Im dümmsten Fall zu langbeinigen, spindeldürren Chili- und Tomatenpflänzchen. Sonne muss her, und zwar ein bisschen plötzlich. Ja, ich wollte nach Tageslichtlampen und Pipapo gucken und nein, ich bin nicht so weit gekommen. Aber mir ist meine Tageslichtlampe eingefallen. Das ist jetzt nicht so eine für auf den Schreibtisch, sondern eine Gute-Laune-Mach-Lampe, die ich im tiefsten dunklen Winter morgens ganz gern anhabe, um auf Touren zu kommen. Na, und wenn mir das bringt, müsste das die kleinen Grünen doch erst richtig auf Trab bringen. Soweit der Plan – es werde Licht!

Deshalb Status heute drinnen: Australische Verhältnisse, nur nicht so heiß.

ZimmersonneGanz schön hell, so eine Zimmersonne, aber mit oder ohne Sonnenbrille: Man muss sich nur zu helfen wissen. Bei geöffnetem Türspalt hat die Atmosphäre vom dunklen Flur aus gesehen irgendwie was von E.T.  Ich erwarte immer kleine grüne Männchen im Arbeitszimmer, aber es sind nur kleine Chilis und Tomaten, die sich da in der Sonne aalen. Richtige Sonnenanbeter, die kleinen Grünen aus der Samenrotation. Jetzt fehlt nur noch, dass sie die Lampe frei nach „Schweinchen Babe“ fragen: „Darf ich Mama zu dir sagen?“. 😉 Chilisaemlinge_2015