Astvent, Astvent!

Ich bin ein Freund von guten Vorsätzen. Neben „Mehr Sport!“ „Mehr Obst!“, „Mehr Gemüse!“ ist der hier ein weiterer Klassiker: „Kein Weihnachtsstress im Dezember!“. Was soll ich sagen, dieses Jahr habe ich meinen Vorsatz endlich mal in die Tat umgesetzt. Und mir Weihnachtsstress im November gemacht. 😉 Die Idee war, Adventskalender zu verschenken, nur ein paar, anstatt großes Weihnachtsgeschenk. Wer hätte gedacht, dass auch „nur ein paar“ Adventskalender ziemlich viel Arbeit machen können? Das fängt schon mit den Butterbrottüten an. Gab es eigentlich früher mal Butterbrottüten aus dunklem Papier, weiß das noch jemand? Ich meine mich dunkel an sowas erinnern zu können, aber es war einmal, denn jetzt gibt’s die Teile nur noch in gebleicht und relativ durchsichtig. Super, voll die Überraschung, wenn da was mit kräftigen Farben drin ist. War also nix mit schnell paar Kleinigkeiten besorgen, ab in die Tüten und fertig ist die Laube. Nee, einige Sachen mussten doch noch extra verpackt oder wenigstens umwickelt werden. Dagegen war die Zahlennummer ja direkt einfach, quasi gar keine Herausforderung. Das Draufkleben mit Haltegarantie dagegen schon ein bisschen mehr. „Wieso probierste das denn nicht mal vorher aus?“ fragte mein fleißiger Helfer nicht ganz zu Unrecht irgendwann spätabends, als ich – an jeden Finger eine beliebige Adventszahl mit unterschiedlichen Klebzeug gepappt – leicht entnervt im Wohnzimmer auftauchte. Keine Zeit, mein Lieber, keine Zeit. Außerdem, seien wir doch mal ehrlich, was wäre die Vorweihnachtszeit ohne so ein bisschen Stress und Nervenkitzel? Im Versandhaus bestellen und fertig verpackt liefern lassen kann ja jeder. Astventskalender mit Herzblut und Rascheltüten kriegt man aber da nicht. Adventskalender_1Neben dem Model „Ast an Juteband“ gab es auch noch das Modell „Asttanne“, ähnlich dem Wichtelbaum, nur größer. So, jetzt kann ich ganz entspannt der ersten Adventswoche entgegensehen. Gibt eh noch genug zu tun… Einen schönen 1. Advent allerseits!

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Vom Hölzchen aufs Stöckchen

Kleine Jungs sind ja meistens offen für so ziemlich alles, was sie am Wegrand finden: Stöckchen, Äste, Blätter, Steine, bei Gelegenheit gerne auch mal Käfer, Raupen, Schnecken oder Frösche. Kann man alles brauchen, will man alles wissen. Gut, die Mama ist vielleicht nicht immer begeistert von Art und Anzahl der neuen Fundstücke, aber der Forschergeist will genährt und gefördert werden. Da ist Ordnung zweitrangig und es kann auf Einzelschicksale und Einzelbefindlichkeiten nicht allzu viel Rücksicht genommen werden. Später, nach dem Nobelpreis, wird die Legende berichten, dass der Preisträger schon in ganz jungen Jahren eine beachtliche botanische Stöckchensammlung auf dem Balkon archiviert hatte. Und dann, spätestens dann werden alle platzen vor Stolz, die jemals ein Stöckchen vom Spazierengehen mit heimtragen durften!

WichtelbaumMir fiel neulich ein schön gemusterter Buchenzweig in die Hände, und ich musste gleich an den jungen Waldliebhaber denken, der seine Mama und deren angeborenen Ordnungssinn momentan auf eine Probe stellt. Mangels Schwedenofen wird die Sammlung nie kleiner, dafür aber der Balkon bzw. das Kinderzimmer. Dabei ist an den Wänden doch so viel freier Platz. So kam ich vom Hölzchen aufs Stöckchen und raus kam ein Wichtelbäumchen. Der Mama hat’s gefallen, dem jungen Forscher hoffentlich auch. Buche statt Plastik!

Scharfe Wundertüte

Lauter scharfe Sachen waren in meiner Wundertüte von der Samenrotation. Das wird ein feuriges 2015, wenn die Chilisamen alle aufgehen! Kapuzinerkresse, auch scharf. Kreuzkümmel, nicht scharf aber würzig. Ich liebe Kreuzkümmel! Woher hast Du das gewusst, Marcel? Was für ein Lichtblick im Novembergrau, das uns diese Woche ab und an dran erinnert hat, dass wir November haben. Nicht etwa September oder Goldoktober, nein, No-vem-ber. Umso schöner, dass ich in einem Sammelsurium von Samentütchen sitzen und schwelgen kann. Danke Euch allen!Samenrotation_return

Ich stelle die einzelnen Sorten und die edlen Spenderinnen und Spender noch ein.