Tarnkappentaktik

Hier zur Erinnerung einfach noch mal der Tarnkappen-Post. 🙂

Natürlich! Wildkräuter...

Was wird das denn, wenn es fertig ist?! Da hat sich doch über den Sommer zwischen Funkie und Pfingstrose ganz  heimlich, still und leise eine ziemlich große Blattrosette mit weichen, behaarten Blättern entwickelt. Das sieht nach einer zweijährigen Pflanze aus, die hier in Ruhe weiter wachsen möchte.Rosette_getarnt

Wie gut, dass ich so selten zum Unkrautjäten komme. Ich weiß zwar noch nicht ganz genau, was mir dann entgangen wäre, tippe (hoffe!) aber auf eine Königskerze. Meine Nachbarin hatte vor zwei Jahren auch eine, die von irgendwoher angeflogen war. Angesät habe ich die meiner Erinnerung nach nicht, also gar nicht so unwahrscheinlich.

Royaler Besuch in meinem Garten, das wäre eine Ehre. Vielleicht liege ich aber völlig falsch. Ich bin jedenfalls gespannt, was mir da nächstes Jahr blüht.Königskerze_Rosette

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Wetterfrosch war gestern

Im vergangenen Herbst haben wir ein Rätselraten veranstaltet über den unerwarteten Neuzugang im Blumenbeet. Königskerze? Fingerhut? Doch was ganz anderes? Im Laufe des Jahres hat sich die Gute immer mehr enttarnt, während sie zögerlich zu ihrer vollen Pracht in die Höhe wuchs. Es ist tatsächlich eine Großblütige Königskerze (Verbascum densiflorum), die das Blumenbeet mit ihrer schieren Größe und, nun ja, einigen wenigen Blüten ziert.Tarnkappe gelüftet! In den letzten Wochen ist der längste Blütenstand stand noch einmal ein gutes Stück gewachsen und dürfte etwas über 2 m messen. Er ist jetzt sogar noch höher als die Stockrosen und die Goldruten.

Koenigskerze_FrühsommerKönigskerzen stehen bei uns im Dorf seit einigen Wochen ganz hoch im Kurs. Jeder will eine haben, keine wird mehr abgemäht. Wer keine hat, schaut beim Nachbarn, drittelt den Blütenstand im Geiste und zählt die Blüten. So manch einen friert es dabei schon. Man fachsimpelt, tauscht sich aus, fragt nach: „Wieviele Blüten hat denn Deine und wo – unten, oben, in der Mitte?“ Nach der Fachsimpelei kollektives Seufzen:  „Ach, wir können es ja sowieso nicht ändern. Warten wir es ab, wie der Winter wird.“  So ist es. Schuld an der Königskerzenmanie ist ein Artikel in der Lokalzeitung, in der ein bekannter regionaler Wetterprophet nach seiner Schneeprognose für den Winter gefragt wurde. Die Wetterkerzen blühen schlecht dieses Jahr, das bedeutet vermutlich gar keinen oder nur wenig Schnee. Also, jedenfalls in der Gegend von Benediktbeuren, wo Herr Haslinger seine Königskerzen beobachtet und deutet. In anderen Landstrichen kann das ganz anders aussehen, heißt es. Wenn das so ist, so dachte ich, dann würde unser lokaler Winter wohl deutlich schneereicher, zumindest gemessen an der Zahl der Blüten. Aber weit gefehlt … denn es ist die Kleinblütige Königskerze  (Verbascum thapsus), die landläufig als auch Wetterkerze bezeichnet wird. Glück gehabt. Dann kann ich mich ohne störende Hintergedanken weiter an tiefgelben Blüten freuen, so lange es sie noch gibt, denn nach dem Sommer wird die zweijährige Pflanze wohl dahin sein.

Koenigskerze_HimmelUnd wie der Winter wird? Ach, warten wir’s doch einfach ab. Ändern können wir es sowieso nicht.