Zapfiges zum 3. Advent

Wieso gehen Nadelbaumzapfen eigentlich auf und zu? Oder wieso gehen die überhaupt auf, sind die denn nicht sofort auf, wenn sie ausgewachsen sind? Ines‘ Kommentar zu meiner zapfigen Adventsdeko hat mich zum Nachdenken gebracht. Aber holla, die Waldfee – das Thema hat es in sich. Allein der Begriff „Zapfen“ wirft ja schon so viele Fragen auf – gibt es die jetzt nur bei Nadelbäumen oder doch auch bei Erlen, die wiederum Laubbäume sind? Ein umfangreiches Thema, aber wir sind hier nicht in der Bio-Stunde, deshalb beschränke ich mich jetzt einfach nur mal auf die Nadelbaumzapfen.Fichtenzapfen_geschlossenDer Zapfen ist eigentlich der weibliche Blütenstand, der nach der Befruchtung der Samen über einen Zeitraum von ungefähr zwei bis drei Jahren hinweg verholzt, reift und zu dem wird, was wir als Fichten-, Kiefern-, Wacholder-, Lärchenzapfen, usw. kennen. Rausfallen tun die Samen aber erst, wenn ihre Behausung sie freigibt und das tut die erst, wenn das Wetter erfolgversprechend für die Keimung ist.Fichtenzapfen_offenBei trockener Luft und warmen Temperaturen gehen die Außenschuppen langsam auf, weil sich das Holz zusammenzieht. Dann fallen die reifen Samen heraus und fliegen mit dem Wind davon. Bei feuchter Witterung dagegen bleibt die Tür zu und die Samen bleiben daheim. Das Ganze passiert übrigens in luftiger Höhe, wenn die Zapfen noch am Baum hängen. Die fallen eigentlich erst runter, wenn alles vorbei ist, aber meiner Erfahrung nach sind auch dann immer noch jede Menge Samen unter den Schuppen versteckt. So haben sich ja nach dem letzten Winter auch die Mini-Fichten in meinem Blumenkasten angesiedelt.

Dieses Phänomen kann man gut an der Adventsdekoration draußen beobachten. Wetter warm und sonnig: Die Zapfenschuppen gehen auf und der Zapfen plustert sich auf. Wetter feucht und kühl: Zapfenschuppen schließen sich und der Zapfen bleibt glatt und schlank. Zwei Fliegen mit einer Klappe, denn so fungiert die Adventsdeko gleichzeitig als natürliche kleine Wetterstation.

Falls die Sammelaktion im Advent zu reichlich ausgefallen ist, könnt Ihr aus geöffneten Zapfen ganz leicht Meisenfutterstangen herstellen. Das ist eine schöne Bastelei mit Kindern und ein nettes Mitbringsel zum Adventskaffee. Dazu braucht man geschmolzenen Rindertalg oder Pflanzenfett sowie eine Mischung aus Haferflocken und zum Beispiel Sonnenblumenkernen, gehackten Erdnusskernen oder Rosinen. Die Zapfen taucht man in das flüssige Fett, lässt sie abtropfen und wälzt sie dann in der Körnermischung. Das Ganze wird  im Kühlen schön fest und stabil. Ein bisschen Tannengrün hilft den Piepmätzen beim Festhalten, und ein paar Vogelbeeren oder Hagebutten sind ein hübscher Blickfang und ein leckeres Dessert. Alles mit einer Schnur festbinden, Schlaufe dran und ab in den Baum damit. Da freuen sich Gastgeber und die Vogelgäste im Garten gleichermaßen.Vogelfutterzapfen

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13 Kommentare zu “Zapfiges zum 3. Advent

  1. die Idee ist total klasse, danke für die Anschaumuster ;-))
    Aber ich habe noch eine andere, laß Dich überraschen.
    Liebe Grüße und eine nicht zu stressige Woche wünscht Christiane.

    • Liebe Christiane,
      ich bin schon sehr gespannt! Deine kreativen Ideen sind immer prima. 🙂

      Dir auch eine gute Restwoche. Der Weihnachtswahnsinn schlägt zu – jeden Tag ein bisschen mehr …

      Doris

      • Hallo Doris, leider hapert es an einer Zutat, aber ich hoffe ich kann Dir vor Weihnachten noch was zeigen.
        Übrigens, es ist noch etwas zu Euch unterwegs.
        Liebe Grüße von uns allen.

  2. Hallo Doris
    Der Meisenfutterzapfen wird auf jeden Fall nachgebastelt. Meine Kinder hatten damals im Biounterricht eine Zapfen- Wetterstation.
    Was ich bis jetzt noch nicht wusste ist, dass ein Zapfen 2-3 Jahre alt ist.
    Im schwäbischen sagt man Hobbele zu den Kiefernzapfen.

    Schöne Woche
    Claudia

    • „Hobbele“ ist ja auch nett. Nicht zu verwechseln mit „Bobbele“. 😉 Ich war auch erstaunt, dass die Zapfen so alt sind, aber das ist anscheinend echt so. Naja, das Ding braucht ja doch eine Weile fürs Verholzen.

      Viele Grüße,
      Doris

    • Danke, liebe Renate! Ich muss allerdings dazu sagen, dass ich das nicht erfunden habe. Wer’s erfunden hat? Tja, weiß ich nicht genau, aber ich habe die Futterzapfen schon vor ein paar Jahren auf amerikanischen Bastelseiten gesehen und wollte sie immer mal ausprobieren. Dieses Jahr ist das dann endlich passiert.

      Viele Grüße,
      Doris

    • Danke für den lieben Kommentar, Ines. Ich lerne ja auch immer wieder etwas Neues dazu, sowohl auf unserem Blog von Andrea und Martin als auch von den anderen Bloggern. So soll es sein, und so macht es Spaß.

  3. Ich hätte auch zu gern Vogeldeko hier, aber im Vielfamilienhaus geht sowas natürlich nicht… Ich wünsche Dir und Deiner Familie ein fröhliches Weihnachtsfest.

    Liebe Grüße
    Sigi

    • Das wünsche ich Dir auch, liebe Sigi! Stürmt es bei Dir recht oder geht es noch? Wir hatten heute Sonnenschein und blauen Himmel bei milden Temperaturen und leichtem Wind.

      Liebe Grüße,
      Doris

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