Mitmachaktion „Melisse 2014“!

Gerade lese ich auf Karin Greiners Blog was Interessantes für die kreativen Duftpflanzenliebhaber unter Euch: Überlegt, was für köstliche, duftvolle, schöne Dinge Ihr mit einer Melisse anstellen würdet und macht mit beim Wettbewerb rund um die Duftpflanze 2014!

Ausgerufen wird die Aktion von der Vereinigung für Aromapflege und gewerbliche Aromapraktiker/-innen in Österreich (VAGA). Stöbert mal auf der Aktionsseite „The Scentdrop“ und lasst Euch inspirieren von den tollen Ideen zum Thymian, der in diesem Jahr die Duftpflanze des Jahres war. Das Gute ist, dass letztlich alle gewinnen, denn über diese Wettbewerbsplattform könnt Ihr Euch weiter mit anderen Duft-, Heil- und Wildpflanzenfreunden vernetzen und neue Kontakte knüpfen.

Also klickt rüber, lest nach, kocht Euch einen schönen Tee und wandelt die Novemberstürme in einen Melissen-Brainstorm um. Viel Spaß!

PS: Mein Beitrag werden die kreativen Möglichkeiten zur Schreibweise des Wortes „Duftpflanze“ werden, glaube ich. Duftflanze, Duftfplanze, Duftplfanze, …

Freilaufende Topfpflanze gesichtet!

Mit der Herkunft von Topfpflanzen geht es mir machmal so wie Kindern, die man fragt, wo denn eigentlich die Milch her kommt. Wie, ursprüngliche Heimat – ist das nicht das Gartencenter? Da stehen doch immer haufenweise Orchideen, Weihnachtssterne und Alpenveilchen zu Schnäppchenpreisen rum, mit denen schlaue Züchter ein Heidengeld verdienen, weil nur Fensterbankgärtner mit extrem grünem Daumen die Pflanzen über mehr als eine Saison bringen.Alpenveilchen_Laden

Schon möglich, aber da stellt sich doch die Frage, wieso das Alpenveilchen nicht Gartencenterveilchen heißt. Ganz einfach, weil es tatsächlich aus den Alpen kommt. Neulich war ich im Berchtesgadener Land unterwegs, in den Bergen wäre jetzt zuviel gesagt, aber landschaftlich doch schon alpin (sprich, es ging steil bergauf). Am Waldrand fielen mir Blätter auf, die mir bekannt vorkamen – von der Fensterbank her. Ich bin ein bisschen in die Böschung reingekrabbelt und siehe da, da war es: Ein waschechtes bayerisches Alpenveilchen mit einer zartlila Blüte und den typisch gemusterten Blättern.

Alpenveilchen_Wald

Entdeckerfreude machte sich breit, dabei ist das Europäische Alpenveilchen (Cyclamen purpurascens) hier alles andere als selten, wie mir eine andere Spaziergängerin später bestätigte; man fände es häufig an Hanglagen und Waldrandböschungen. Ich hatte bis dahin vermutlich einfach nur nicht richtig drauf geachtet.Für die Einheimischen mag das alles nichts Besonderes sein, aber ich habe mich gefreut wie das sprichwörtliche Schnitzel. Irgendwie ist es was Besonderes, den wilden Verwandten vom handzahmen Fensterbankvertreter zu treffen.

Die meisten Alpenveilchen-Arten kommen übrigens im Mittelmeerraum vor und die bekannte Variante für die Fensterbank ist das Persische Alpenveilchen (Cyclamen persicum). Davon gibt es inzwischen vermutlich so viele Kreuzungen, dass man gar nicht mehr weiß, wie die Pflanze eigentlich ursprünglich aussieht. Die meisten Alpenveilchen vertragen keinen Frost, doch es gibt winterharte Sorten, die man im Herbstgarten oder auch zur Grabbepflanzung nutzt. Ich würde da lieber immer genau nachfragen und den geplanten Standort überlegen. Nicht, dass sich die Gartencenter noch mehr goldene Nasen verdienen. 😉