Nachwuchs bei der Weihnachtsdeko

Wildpflanzen wachsen bekanntlich überall, und für Hausbesitzer und Gärtner meistens – oder jedenfalls häufig – da, wo man sie überhaupt nicht haben möchte: In den Plattenfugen auf der Terrasse, zwischen den Steinen vor der Garage, inmitten der spärlich aufgehenden Möhrenpflänzchen, mittendrin im Oregano oder im Liebstöckl. Tja, die sind halt nicht so kultiviert und zurückhaltend wie die gemeine Salatpflanze oder besagte Möhre. Nö, wo Platz ist und der Untergrund auch nur annähernd passt, zack! – hier bin ich Wildpflanze, hier will ich sein. Ob das dem Platzbesitzer jetzt taugt oder nicht, ist doch sowas von schnurz. Er kann die Wildpflanzen ja essen, wenn er will. Wenn nicht, dann eben nicht. Noch dümmer für den Gartenbesitzer, wenn er sich den Wildwuchs selber zuzuschreiben hat. 😉 Nein, im Ernst, ich freu mich ja drüber und finde es irgendwie genial, dass sich meine Weihnachtsdekoration ohne mein Zutun fortgepflanzt hat. Die Fichtenzapfen hingen die längste Zeit schmückend über dem Rankgitter, bis ein Frühlingssturm sie Richtung Boden geweht hat. Dabei haben sich die Samen wohl Richtung Blumenkasten verteilt, und zwei sind aufgegangen. Jetzt habe ich Waldkinder im Blumenkasten.

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Ist doch nett. Die armen Kleinen haben schon versehentlich falsch abgestellte Blumentöpfe aufs Hirn bekommen (‚tschuldigung!), aber bis jetzt halten sie noch durch. Vielleicht können wir dann in ein paar Jahren „Oh Tannenbaum“ auf der Terrasse singen. 🙂

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12 Kommentare zu “Nachwuchs bei der Weihnachtsdeko

  1. Ja, die wilden Pflanzen haben ihren ganz eigenen Kopf 😉 Ich hatte mal Lärchen im Topf zusammen mit einer Avocado. Hatte die Zapfen (sagt man das auch bei Lärchen?) einfach als Herbst-Deko auf die Erde gelegt und im Frühjahr wuchsen Lärchen-Kinder :-). Eines hat es überlebt und ist dieses Jahr nach draußen in ein Töpfchen gezogen …

    • Hallo Heidrun,
      das ist ja cool, Lärchen finde ich ganz außergewöhnlich schön. Doch, ich glaube, das heißt auch Zapfen bei den Lärchen. Wieso auch nicht? 😉 Lärchenzapfen sind auch eine wunderschöne Weihnachtsdeko. Sagt mal, geht Euch auch das auch so, bei den Temperaturen draußen wird’s mir gleich ganz weihnachtlich um’s Herz. 😉

      Liebe Grüße,
      Doris

      • Ja ich mag Lärchen auch total gerne. Auf unserer Obstbaumwiese wächst schon ein recht stattlicher Sämling, der sich in meinem früheren Garten selbst ausgesät hatte. Vom aktuellen Lärchenkind habe ich ein Foto, muss ich mal suchen. – Ja, ätzend mit dem Wetter. Regen, Regen, Regen und noch mehr Regen. Ohne Ende. Und schweinekalt dazu 😦 Mir ist mindestens herbstlich zumute, heute habe ich meine Wollmütze wieder rausgekramt. War einfach zu kalt … LG, Heidrun

      • Hallo Heidrun,
        zumindest der Samstag heute reisst wieder einiges raus, was das Wetter angeht. Genießen wir es, so lange es hält!

        Liebe Grüße,
        Doris

  2. Ich find das nett, dass sie dort wachsen, dort haben sie Dich, damit Du Dich um sie kümmerst 😀 Ich hätte auch noch einen Namen für die armen Kleinen, die da ganz am Rand wachsen: „Randfichten“ 😀 Sag Bescheid, wenn man Kugeln dran hängen kann, dann komm ich mir einen davon holen 😉

    Liebe Grüße
    Sigi

    • 😀 „Randfichten“, das ist ja klasse, Sigi! Klar sage ich Dir Bescheid, spätestens dann, wenn der alte Holzmichel vor der Tür steht! 😉

  3. so sah unsere „Kleine“ auch mal aus und jetzt….. ich schick mal ein Bild, muß ich aber warten bis es nicht mehr so schüttet wie heute den ganzen Tag. :-(((

    • Ach, Du Arme – dann habt Ihr auch kein besseres Wetter als wir hier. Ganz, ganz übel. Neulich kam im Radio ein Spruch von „Der kleine November möchte im Mai abgeholt werden!“. Wenn das doch nur mal einer machen würde … 😉 Ich bin gespannt auf Dein Foto.

      Ganz liebe Grüße & gute Durchhalten!!!
      Doris

    • Hallo Ghislana,
      danke für den lieben Kommentar. 🙂 Wird sich zeigen, ob die Kleinen was werden, denn ich habe schon eine Tendenz, ihnen Blumentöpfe oder andere Gartengerätschaften auf den Kopf zu stellen. Ich gelobe Besserung!

      Schönen Abend,
      Doris

  4. Oh wie schön, ich freue mich immer wenn ich so ein „Waldkind“ in meinem Garten finde. Es wird in meinen Acker verpflanzt und irgendwann habe ich ein Christbäumchen. Ich freue mich dass du auch solche Waldwaisenkinder liebst.
    Schönes Wochenende
    Claudia

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