Spätsommerlich-herbstliche Lilatöne

Zarte Lilatöne sind im Spätsommer anscheinend das, was Gelbtöne im Frühjahr sind – die vorherrschende Blütenfarbe nämlich. Die Pflanzen haben fast alle abgeblüht und sind jetzt damit beschäftigt, den Fortbestand zu sichern und ihre Samen zu verbreiten. Bis auf das Indische Springkraut blüht an den Wald- und Wiesenrändern kaum noch etwas. Dafür leuchten Blüten von exquisiter, zartlila Schönheit aus dem schon mehrfach gemähten und deshalb auch recht zarten Wiesengrün.

Leider konnte ich nicht alle Fundstücke identifizieren, aber da haben wir schon mal das allgegenwärtige Indische Springkraut, Herbstzeitlose, Wiesen-Flockenblume (oder?) und Rotklee. Bei der Schönheit links oben setzt es leider aus. Sie stand an einem Waldweg an einem kleinen Wasserlauf. Wisst Ihr, was für eine Pflanze das ist?

Der Hochsommer hat sich verabschiedet und ein paar milden Altweibersommertagen Platz gemacht. Auf die lila Spätsommerblüten werden vermutlich in baldiger Zukunft die lila Nikoläuse in den Supermärkten folgen. Die ersten Lebkuchen gibt es bei uns schon seit zwei oder drei Wochen…

 

Köstliche Aussichten!

Unser Kornelkirschenstrauch trägt reiche Frucht in diesem Jahr, und bisher sind die Vögel noch nicht allzu interessiert. Die ersten Kirschen haben Regen und Wind schon aus der Hecke geschüttelt. Da kann man die verschiedensten Reifegrade erleben: Herb-sauer, nur sauer oder angenehm herb-süß. Alle paar Tage sammele ich eine Handvoll der roten Früchte vom Boden auf, verlese sie und friere sie für den weiteren Gebrauch ein. Mir schwebt da ein Apfel-Kornelkirschengelee vor. Oder auch sowas in der Richtung mit Birne? Mal schauen. Jetzt heißt es erst mal weiter fleißig sammeln. Die Rezeptideen kommen dann bestimmt von ganz allein.