Osterhasenevolution

Lindthase_2017

Endlich wissen wir, wer den Dinosauriern die Ostereier gebracht hat. Denen wurde dann schlecht, auch von der vielen Schokolade. Vielleicht sind sie deshalb ausgestorben, man weiß es nicht.

Gesehen im Kaufhof-Schaufenster in München. Der hintere Osterhase dürfte gut einen halben Meter hoch gewesen sein oder sogar noch etwas mehr. Ob der aus Schokolade war?!

Ostern auf den letzten Drücker

Hoppigaloppi ist es schon wieder soweit: Der Osterhase sitzt vor der Tür und will ins Nest. Aber in welches? Findet sich mal wieder kein passendes Körbchen, weil man die aus den letzten Jahren entweder alle weiter verschenkt oder zu Blumenkörbchen und Utensilos umfunktioniert hat. Am Ostersamstag noch einkaufen gehen und sich um Osternester prügeln? Wohl kaum, es gibt auch so noch genug zu tun. Da ist guter Rat teuer. Oder vielleicht doch  nicht? Manchmal hilft ein Blick in die „Zu-recyclen“-Ecke, denn da stapeln sich kleinere Pappbehältnisse und warten auf ihre Wiederverwendung oder Weiterverwertung. Bingo! Eierkartons, das ist es.  Die Idee ist nicht ganz neu, sie taucht saisonal bedingt immer wieder in anderen Abwandlungen im Internet auf. Aber das ist gerade das Schöne, denn so ein Eierkarton-Osternest kann jedes Jahr anders aussehen, je nachdem, was man neben dem Basismaterial (Eierkarton) gerade so greifbar hat. Da reichen ein paar Papierreste zum Überkleben von „Was steht auf dem Ei?“ und den sichtbaren Werbebannern des Eierproduzenten. Ein bisschen Ostergras aus einer Krabbeltüte (zu schade zum Wegwerfen …) und schon hat das Klammerschäfchen eine grüne Wiese zum Grasen und der Osterhase die passende Unterlage für die bunten Schokoeier. Etwas größere Sachen passen perfekt in den Deckel. Fertig. Geht schnell, macht Spaß, rettet aus der Not und hat das Potential für ein Lieblings-Bastelprojekt. Probiert’s aus.

Ich wünsche Euch schöne Ostertage!

Magnolienfrühling

Wir sind hier ja beinahe in Norditalien ;-), da verwundert der Anblick einer überreichen Magnolienblüte vielleicht nicht unbedingt, aber beeindruckend ist sie trotzdem.Rie-sen-blüten, unglaublich. Meine Schwiegereltern haben eine Magnolie vorm Haus. Die macht echt was her, macht aber auch viel Arbeit, wenn im Frühjahr die Blütenblätter fallen und im Herbst dann das Laub. Da braucht es einen guten Besen und ordentlich Schmalz in den Armen, auch mehrfach am Tag. Hier lag auch schon eine Menge Zeug am Boden, denn diese Magnolienblüte geht schon dem Ende zu. Das kommt mir so früh vor, oder täusche ich mich? Vielleicht liegt es nur an dem geschützten Platz, an dem der Baum steht, aber vielleicht war es auch zu schnell zu warm. Oder ich hinke dem Frühjahr gefühlsmäßig hinterher. 😉 Jedenfalls war das ein superschönes Frühjahrswochenende mit vorsommerlichen Temperaturen. Da bin ich gespannt, ob wir die Ostereier nächste Woche im Tiefschnee suchen werden.

Achtsam und batteriesparend unterm Märzmond

Taschenlampe überflüssig, denn es war taghell neulich beim Märzvollmond. Nach dem letzten Hundegassi bin ich noch mal heim und habe die Kamera geholt, um die Schwarznuss im Vollmond abzulichten.

BlackWalnut_Vollmond

Wie anders die Stimmung doch bei Vollmond ist. Es war absolut still, nichts rührte sich, bis auf die Pferde auf der Koppel neben der Schwarznuss. Ein Traum, hier noch mal mit Purpurstich.

BlackWalnut_Vollmond_Purple

Direkt unter der Schwarznuss gibt es übrigens auch ein Pferd, aber das bewegt sich wohl nur in der Fantasie der kleinen Reiter. Obwohl, bei Vollmond … wer weiß, ob es da nicht doch manchmal im Mondlicht die Freiheit genießt und eine Runde dreht.

BlackWalnut_Vollmond_Pferd

Achtsamkeit bei jedem Wetter

Das klingt jetzt nach Strebertum beim Achtsamsein, aber ich kann Euch versichern, dass ich phasenweise sowas von unachtsam und zerstreut und abgelenkt bin, dass es quasi auf keine Kuhhaut geht. 😉 Und wenn ich dann mal achtsam bin, habe ich meistens keine Kamera dabei, um es zu dokumentieren! Vor ein paar Tagen habe ich es aber doch mal geschafft und die Schwarznuss abgelichtet, die mich dieses Jahr begleiten soll. Wieso, weshalb, warum? Das gibt es hier bei Mirjam und der Haselmaus nachzulesen. Zeit für längere Meditationen bleibt normalerweise nicht, aber die paar Minuten am und um den Baum herum (meistens in wild schnüffelnder und hektischer Hundebegleitung) bringen tatsächlich einen Ruhemoment in den Alltagswahnsinn. Danke, Miri. 🙂

Das ist die Baumkrone, leider bei schlechtem Wetter, aber der Kontrast hat auch seinen Reiz. Man beachte den Piepmatz auf und die Mistel in der Krone.

Weiter unten gibt es noch eine Mistel. Die Zweige sind sehr verästelt, scheint mir, und das gibt dem Baum ein charakteristisches Aussehen. Was mir ohne Claudia vom Claudias Beitrag auf kraeuterklatsch.de und ihren Kommentar zu meinem Nussherz vermutlich gar nicht aufgefallen wäre , weil ich den Baum im Vorbeigehen immer für eine WALnuss gehalten hatte. Wie war das Thema noch mal? Ach ja: Achtsamkeit. 😉

Unterm Baum schauts aus bei Hempels unterm Sofa und wer genau hinsieht, erkennt auf dem (schlechten) Foto vielleicht auch die Schwarznuss, die da noch liegt. Genauer gesagt lagen noch viele Nüsse unter dem Baum. Das ist ja die Strategie der Natur, die Nüsse irgendwann doch noch knackbar zu machen. Ich habe es bei einer probiert mit dem normalen Nussknacker – keine Chance.

So sieht die Wetterseite vom Stamm aus. Die Rinde ist auch sehr charakteristisch und irgendwie knorrig. Das Moos federt die harten Furchen optisch ein bisschen ab, findet Ihr nicht? Eine schöne Vorstellung, auch für das Leben ganz allgemein: Es gibt immer etwas Schützendes, das das Harte ein Stück weit nimmt.

Zum Schluss – man verzeihe mir die unscharfe Nahaufnahme, aber dafür ist meine Kamera nicht gemacht – noch ein Bild mit blauem Himmel und den ersten vorsichtigen Knospen. Wie ist das, der Nussbaum kommt als Letzter und geht als Erster? Da war doch was, das habe ich mal so oder ähnlich gehört. Ich bin gespannt, ob die Schwarznuss wirklich erst als einer der letzten Gäste zur Frühjahrsparty kommt oder ob das auch wieder nur so ein Vorurteil ist.

Frühling im Glas

Der Titel liegt auf der Hand und ist nicht sonderlich originell, aber was solls: Auf meiner Fensterbank grünt was, und das verbreitet Frühlingslaune. Draußen kommt und geht die besagte Laune nach Belieben, obwohl sich der Alpenrand bei dem Bombenwetter heute wirklich nicht beschweren konnte. Es waren Massen unterwegs, jeden zog es raus. Mich auch, wenn auch „nur“ in den Garten, wo ich Knospen an Haselnuss und Kornelkirsche und die ersten Krokusspitzen gefunden habe. Diese Krokusse sitzen schon ewig, aber in meinem Fundus lagen noch Blumenzwiebeln, die es im Herbst nicht mehr bis in die Erde geschafft hatten. Das hat die Tulpen, Muscari und Krokusse aber keineswegs vom Treiben abgehalten, woraufhin sie schon vor Wochen auf meine To-Do-Liste für ein Wochenende gewandert … und erst mal auf Wiedervorlage geblieben sind. Aber vor zwei Wochen oder so hat mich der Frühlingstatendrang ganz spontan erwischt, auch ohne To-Do-Liste. Sonne, blauer Himmel und laue Temperaturen rufen mir fast immer zu: „Do what!“. Also, jedenfalls so ungefähr. Mangels Bäumen zum Ausreißen – den Sommerflieder habe ich im Herbst schon gestutzt und der Garten ist noch ganz schön matschig – musste was Kreatives her. Kurz überlegt, und mir fiel was ein, was ich schon länger ausprobiert haben wollte: Blumenzwiebeln im Glas treiben.

muscariglas

Leere Gläser horte ich ein bisschen, muss ich zugeben, denn es kann doch schließlich immer sein, dass man sowas noch brauchen kann. Kann man ja auch, so wie das große Olivenglas hier. Bisschen Blähton rein (das geht auch mit Erde, hatte ich halt zufällig da), Traubenhyazinthe, Tulpe und Krokus einigermaßen drin verankern, mit Moos aus dem Garten abdecken (Schattengarten, deshalb massenhaft vorhanden), anfeuchten, ins helle und relativ kühle Zimmer stellen und dann abwarten. Letztes Wochenende war ich nicht da, drum konnte ich nicht jeden Tag ungeduldig gucken gehen, aber wie groß war meine Freude, als ich bei der Heimkehr das erste Grün und weiße Wurzeln entdeckt habe. Es erfüllt mich immer wieder mit Staunen, wie das Prinzip „Zwiebel“ funktioniert: Kaum stimmen die Faktoren so einigermaßen, kommen die Wurzeln und fast zeitgleich der grüne Austrieb. Irre. Die Muscari wachsen gut, dafür lässt sich Krokus und Tuple noch betteln, aber ich bin sehr gespannt, wie das kleine Experiment weiter verläuft. So lassen sich auch Kälte- und Nebeleinbrüche im Vorfrühling gut verkraften, denn mein persönliches Frühlingswunder steht ja jetzt auf der Fensterbank.

Recycling auf Lateinisch

Ich benutze diesen Kaffeebecher aus einer Bäckereikette schon seit einem Jahr als Mixbecher fürs Vogelfutter, aber erst neulich habe ich den Aufdruck so richtig registriert.

pane_bavariaBayerisches Brot für bayerische Piepmätze, das ist doch nett. Wobei, stimmt das grammatikalisch überhaupt? Meine Güte, wie habe ich nur das Abi mit Latein bestanden … Brot gibts bei uns aber keins im Futterhäuschen, sondern nur Sonnenblumen- und Erdnusskerne gemischt mit Haferflocken. Ab und zu gibt es auch den obligatorischen Meisenknödel. Normalerweise mache ich das Fettfutter selber, aber diesen Winter fehlte mir die Zeit dazu. Dann muss es mal was Gekauftes tun. Die Haferflocken schmeißen die Spatzen meistens erst mal raus. Die Feinschmecker picken sich anscheinend lieber  auch die gehaltvollen Kerne raus, so wie die Kohl- und Blaumeisen. Später sind die Haferflocken aber trotzdem weg. Ab und zu höre ich ein zartes Piepsen, das es in unserem Garten nur im Winter zu hören gibt – das Rotkehlchen ist wieder da. Ich finde es jedes Jahr aufs Neue total erstaunlich, wie sich die Kunde vom Lieblingsfutter in der Gegend verbreitet. Haben Vögel Buschtrommeln?! Das Rotkehlchen jedenfalls mag die verschmähten Haferflocken recht gern. Naja, die Spatzen nehmen sie schon auch. Aber nur, so lange es nichts Besseres gibt. Es gibt halt nix Besseres als wia was Guads. 😉